Seit er zum Vogel des Jahres 2000 gekürt wurde, rückte der Rotmilan immer mehr ins Licht der Öffentlichkeit. Wie immer bei der Ernennung „Vogel des Jahres“, lagen auch beim Rotmilan die Gründe für seine Wahl in der Zerstörung seines Lebensraumes und der damit verbundenen Seltenheit des Tieres. Die Jagd auf ihn durch den Menschen und später zusätzlich die Umstrukturierung der landwirtschaftlich genutzten Flächen und der damit verbundene Rückgang der Feldhamster, die für den Greifvogel eine wichtige Nahrungsgrundlage darstellen, sind seit Jahrzehnten wesentliche Gründe für seinen Rückgang.
Seinen Zweitnamen, „Gabelweihe“, verdankt er seinem deutlich gegabelten Schwanz, der ihm äußerst wendige Flugeigenschaften verleiht. Allerdings stellen sowohl die Milane als auch die Weihen eine eigene Gattung dar. Der Rotmilan gehört zu den Milanen.
Aussehen:
Wie sein Name schon andeutet, besitzt der Rotmilan ein rotes, oder eher gesagt, ein rostrotes Gefieder. Seine Oberseite geht dabei mehr ins bräunliche über. Die Unterseite ist leuchtend rotbraun mit dunkelbraunen Linien. Die Flügeloberseite ist rostfarben und mit einem hellen Band versehen. Die Flügelenden sind schwarz. Auf der Unterseite der Schwingen sieht man deutlich einen weißen Fleck. Der Kopf des Rotmilans ist grau gefärbt und hebt sich somit von seinem Gefieder ab. Mit einer Größe von 50 bis 65 Zentimetern ist der Rotmilan ein wenig größer als der Mäusebussard. Die Hälfte seiner Körperlänge macht sein Stoß aus, weshalb der Rote Milan auch nur ein Gewicht von etwa 1 Kilo erreicht. Seine Spannweite von bis zu 180 Zentimetern macht den stolzen Segelflieger zu einem beeindruckenden Naturerlebnis, wenn man einmal das Glück hat, ihn am Himmel kreisen zu sehen.


