Aufregung um sicheren Verkehr

Jeder Waldbesitzer haftet für Schäden, die von umstürzenden oder abbrechenden Bäumen und Ästen entlang der öffentlichen Straßen verursacht werden. Daher kontrollieren die Förster zweimal jährlich die Waldränder, um Gefahrenquellen zu erkennen und zu beseitigen. Das bedeutet manchmal, dass nicht nur einzelne Bäume, sondern auch ganze Baumreihen entnommen werden müssen, wenn diese zu dicht an der Straße stehen und die Baumkronen weiter in den Straßenraum hineinwachsen oder ständig neu dürre Äste bilden, die auf die Fahrbahn fallen könnten.

Diese „Streifenkahlschläge entlang der Straße“ sind alles andere als schön und sorgen im konkreten Einzelfall oft für Verärgerung und führen zu Beschwerden. Die Verkaufserlöse für das Holz decken bei der Durchführung der „Verkehrssicherungsmaßnahmen“ bei Weitem nicht die hohen Kosten für die Fällungen. Trotzdem müssen sie durchgeführt werden, um ein Mindestmaß an Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. In der Aufregung über die offenkundig massiven Eingriffe am Waldrand wird oft vergessen, dass die Natur schnell reagiert und sich in kurzer Zeit stufige und artenreiche Waldränder ganz von alleine entwickeln.