Wald und die Hochwassergänge des Rheins

Ungefähr 10 Prozent der Waldflächen des Forstamtes Pfälzer Rheinauen liegen stromseits des Rheinhauptdeiches. Diese Flächen gehören zu den wenigen in Mitteleuropa vorhandenen großen Auenwäldern, die noch frei vom Hochwasser überflutet werden. Hier kann der Rhein im Extremfall bis zu 7 Metern gegenüber dem Niedrigwasser anschwellen und die Waldflächen meterhoch überfluten. Diese Dynamik ist der Motor für die Vielfalt in einem Auenwald. Solche Wälder finden sich am Rhein nur noch zwischen dem badischen Iffezheim und dem Binger Loch, die größten dieser Auenwaldflächen auf rheinland-pfälzischer Seite liegen im Forstamt Pfälzer Rheinauen.

Die Hochwasserereignisse sind für die forstliche Betreuung eine besondere Herausforderung, weil Holztransport, Pflege- und Pflanzarbeiten darauf abgestimmt werden müssen.

Neun geplante, im Bau befindliche oder bereits aktivierte Polder in den Wäldern des Forstamtes Pfälzer Rheinauen tragen die Hauptlast des Landes Rheinland-Pfalz bei der Umsetzung des Hochwasserschutzkonzeptes.