Als Waldbesucher kann man auf Bäumen häufig farbliche Markierungen erkennen, deren Bedeutung sich nicht auf den ersten Blick erschließt. Im Grunde beschränken sich die Markierungen aber auf ein paar Zeichen, die bei fast allen Förstern gleich sind.

Auslesebäume

...sind die Stars des Waldes, auf sie konzentriert sich das waldbauliche Handeln. Sie sollen einmal starkes, wertvolles Holz liefern. Damit man sie auch nach Jahren noch erkennt und sie nicht beschädigt werden, markiert der Förster sie auf vier Seiten mit einem Punkt. 

Ausscheidende Bäume

Da Auslesebäume im Wald wachsen und ihre Kronen immer größer werden, müssen andere Bäume weichen. Die zu entnehmenden Bäume werden von zwei Seiten mit schrägen Strichen markiert. Das ist für die Waldarbeiter das Zeichen, dass diese Bäume demnächst gefällt werden sollen.

Rückegassen

Zwei übereinander laufende Linien zeigen eine Rückegasse an. Wenn das Holz mit schweren Maschinen aus dem Wald geholt wird, darf der Fahrer nur auf diesen Gassen fahren, um den wertvollen Waldboden auf der restlichen Fläche  zu schonen.

Totholz

Viele Bäume im Wald haben abgestorbene Äste in ihrer Krone, andere sind schon ganz abgestorben. Ein Ausrufezeichen weist darauf hin, dass von diesen Bäumen eine Gefährdung innerhalb des Fallbereiches der Äste oder des Baumes ausgehen kann. Gleichzeitig stellen diese Bäume einen wertvollen Lebensraum für seltene Tierarten dar. Daher werden sie, nach Möglichkeit, erhalten.

Biotopbäume

Die weiße Welle markiert Biotopbäume im Wald. Besondere Strukturen, etwa Höhlen für Vögel oder Kleinsäuger, machen diesen Baum oder Baumgruppen zu einem besonderen Lebensraum.