Brennholz fällt bei der Pflege der Wälder an und wird in den Forstrevieren am Waldweg gepoltert, in Einzelfällen auch im Bestand liegend angeboten. Bestellungen, Preisnachfragen usw. richten Sie bitte an den für Ihren Bereich zuständigen Förster.

Bei der Aufarbeitung von Brennholz müssen Selbstwerber ihre Sachkunde im Umgang mit der Motorsäge durch Vorlage einer Bescheinigung über die Teilnahme an einem Motorsägenkurs nachweisen. Eingesetzte Motorsägen dürfen ausschließlich mit Sonderkraftstoff (Alkylat) und Bio-Kettenöl  betankt werden. Damit schonen Sie die eigene Gesundheit und schützen den Lebensraum Wald vor schädigenden Einträgen. 

Um Schäden am Boden zu vermeiden ist die Befahrung mit Schleppern nur auf den ausgewiesenen Gassen zugelassen (siehe Markierungen). Hinweise zur Markierung und der Lage kann der zuständige Revierleiter geben.

Maßbezeichnungen

Das Aufmaß und die Verrechnungseinheit für Brennholz richtet sich nach seinem Aufarbeitungszustand. Beim Preisvergleich achten Sie daher auf das Bezugsmaß und den Trocknungsgrad.

Sorte

Rundholz

Stückiges Brennholz

Stückiges Brennholz

Maßbezeichnung

Festmeter (Fm)

Raummeter (RM)

Schüttraummeter(SRM)

Definition

 Kubikmeter

geschichtetes

lose geschüttetes

 

feste Holzmasse

Holz

stückiges Brennholz

Holzanteil %

100

70

50

Luftanteil

 

30

50

1 Festmeter =

1

1,4

2

1 Raummeter =

0,7

1

1,4

1 Schüttraummeter =

0,5

0,7

1

Heizwert

Der Heizwert von Bennholz ist abhängig von der Holzart und dem aktuellen Wassergehalt bei der Verbrennung. Die verschiedenen Holzarten weisen unterschiedliche natürliche Energiegehalte auf, die Ihren Heizwert bestimmen.
Jedes gut abgelagerte, trockene und naturbelassene Holz ist als Brennstoff geeignet – unabhängig von der Baumart.

Baumarten und deren Energiegehalt

Heizwerte pro 1 RM gesetztes Meterholz, lufttrocken (W unter 20)

Eiche, Robinie, Esskastanie

entspricht ca. 2.150 kWh = 215 l Heizöl

Buche, Hainbuche, Esche

entspricht ca. 2.100 kWh = 210 l Heizöl

Ahorn, Birke, Kirsche, Obstbaum

entspricht ca. 1.900 kWh = 190 l Heizöl

Douglasie, Kiefer, Lärche

entspricht ca. 1.800 kWh = 180 l Heizöl

Fichte, Tanne

entspricht ca. 1.500 kWh = 150 l Heizöl

Pappel

entspricht ca. 1.200 kWh = 120 l Heizöl

Über alle Holzarten hinweg wird der Heizwert wesentlich vom Wassergehalt bestimmt. Das im Holz enthaltene Wasser muss bei der Verbrennung verdampft werden. Da zum Verdampfen viel Energie benötigt wird, geht mit steigendem Wassergehalt des Holzes immer mehr Energie verloren.

Frisches, feuchtes Holz brennt schlecht, verrußt die Heizanlage und Schornstein, verqualmt die Nachbarschaft und belastet die Umwelt. Das Verbrennen von feuchtem Holz ist daher verboten.

Lufttrockenes Holz (Restfeuchte bis 20%) hat gegenüber waldfrischem Holz (Restfeuchte bis 60%) den doppelten Heizwert. Bei sachgemäßer Aufarbeitung und Lagerung ist Brennholz je nach Holzart in 12 bis 30 Monaten lufttrocken. 

Der Wassergehalt kann man mit speziellen Holzfeuchte- Messgeräten, die es schon für ca. 15 € im Handel gibt, einfach ermitteln.

Weitere Informationen z.B. übers Spalten, Lagern, Anzünden usw. finden  Sie in der kostenlosen Broschüre „Effizient Heizen mit Holz und Sonne“ des Umweltministeriums und können Sie hier herunterladen.