Beim Ausbruch des Laacher See-Vulkans vor 13000 Jahren wurden ca. 20 km3 Bims und Tuffe bis zu 40 km hoch in die Atmosphäre geschleudert und östlich des Laacher Sees im Neuwieder Becken abgelagert. Aufgrund seines geringen Raumgewichtes und seiner guten Wärmeisolierung wird Bims zu hochwertigen Bausteinen verarbeitet und im Tagebau abgebaut.
Seit 1959 wurden in den Gemarkungen Kruft, Nickenich und Andernach über 400 ha  Waldflächen zum Zwecke der Bimsausbeute gerodet und zum größten Teil wieder aufgeforstet.
Zunächst erfolgte die Aufforstung überwiegend mit Nadelholz, erst noch Fichten gemischt mit Douglasie, dann meist Douglasie im Reinbestand sowie Versuche mit Abies grandis und Pinus ponderosa (Gelbkiefer), ab Ende der siebziger Jahre  fast ausschließlich mit Laubholz (Buche, Traubeneiche, Bergahorn, Kirsche, Linde und Roteiche).

Folgende Grundsätze wurden befolgt bzw. sind auch weiterhin maßgebend:

  • Die Abbauflächen werden nach ihrer Rückgabe sofort wieder aufgeforstet.
  • Nach der Ausbeute werden die Flächen einplaniert
  • Wege eingelegt
  • Mutterboden aufgebracht
  • der Oberbodens 0,75bis 1,00 m tief hangparallel aufgerissen zur Bodenlockerung, als Erosionsschutz und auch als Entwicklungszelle- möglichst vor Winter um Wasser zu halten.
  • Einsaat von perennierender blauer Bitterlupine 10 KG pro ha, locker genug, so dass Mäuse nicht begünstigt werden, jedoch zusätzlich der Erosion entgegengewirkt wird durch Bodendurchwurzelung und Bodendeckung, sowie Schutz vor Verhagerung und Schaffung organischer Substanz
  • Pflanzung
  • im 2. Jahr: Düngung mit KAS (4 Doppelzentner pro ha)

Die Aufforstung erfolgt vorrangig mit dem Ziel der Begründung produktiver Waldbestände. Daher überwiegen gemäß den standörtlichen Gegebenheiten die Laubbaumarten.

Problematischer als die Rekultivierung der Bimsausbeuteflächen ist die Rekultivierung der  Basalt- und Lavagruben, da sich der Abbau über Jahrzehnte hinziehen kann. 
(z.B.Lavagruben in der Gemarkung Nickenich – „Nickenicher Sattel“ und „Eppelsberg“)