Brennholz – Gespeicherte Sonnenenergie

Kronenholz im Schlag; Bild: Forstamt Koblenz
Kronenholz im Schlag; Bild: Forstamt Koblenz
Industrieholz lang an der Waldstraße gepoltert; Bild: Forstamt Koblenz
Industrieholz lang an der Waldstraße gepoltert; Bild: Forstamt Koblenz

Brennholz fällt bei der Pflege der Wälder an und wird in den Forstrevieren entweder im Wald liegend oder am Waldweg gepoltert angeboten.

Im Bestand:
Kronenholz und Astholz im Flächenlos:
Es besteht aus Baumkronen und Ästen, die nicht aufgearbeitet wurden.

Am Waldweg:
Polterholz sind Baumstämme, die vom Forstbetrieb gefällt, entastet an den Waldweg gerückt und dort zu mehreren in sogenannten „Poltern“ gelagert werden. Man unterscheidet Polterholz-kurz ( fixe Längen von 2 bis 6 m ) und Polterholz -lang ( baumfallend in unterschiedlichen Längen).

Bestellungen, Preisnachfragen usw. richten Sie bitte an den für Ihren Bereich zuständigen Förster.
Bei der Aufarbeitung von Brennholz müssen Selbstwerber ihre Sachkunde im Umgang mit der Motorsäge durch Vorlage einer Bescheinigung über die Teilnahme an einem Motorsägenkurs nachweisen.
Informationen zum Motorsägenkurs finden Sie hier.

Das Aufmaß und die Verrechnungseinheit für Brennholz richtet sich nach seinem Aufarbeitungszustand. Beim Preisvergleich achten Sie daher auf das Bezugsmaß
und den Trocknungsgrad.

Sorte Rundholz Stückiges Brennholz Stückiges Brennholz
Maßbezeichnung Festmeter (fm) Raunmeter (rm) Schüttraummeter(Srm)
Definition Kubikmeter geschichtetes lose geschüttetes
feste Holzmasse Holz stückiges Brennholz
Holzanteil % 100 70 50
Luftanteil 0 30 50
1 Festmeter = 1 1,4 2
1 Raummeter = 0,7 1 1,4
1 Schüttraummeter = 0,5 0,7 1

Der Heizwert von Bennholz ist abhängig von der Holzart und dem aktuellen Wassergehalt bei der Verbrennung. Die verschiedenen Holzarten weisen unterschiedliche natürliche Energiegehalte auf, die Ihren Heizwert bestimmen.
Jedes gut abgelagerte, trockene und naturbelassene Holz ist als Brennstoff geeignet – unabhängig von der Baumart.

Baumarten und deren Energiegehalt: Heizwerte pro 1 Rm gesetztes Meterholz, lufttrocken (W unter 20)
Eiche, Robinie, Esskastanie entspricht ca. 2.150 kWh= 215 l Heizöl
Buche, Hainbuche, Esche entspricht ca. 2.100 kWh = 210 l Heizöl
Ahorn, Birke, Kirsche, Obstbaum entspricht ca. 1.900 kWh = 190 l Heizöl
Douglasie, Kiefer, Lärche entspricht ca. 1.800 kWh = 180 l Heizöl
Fichte, Tanne entspricht ca. 1.500 kWh = 150 l Heizöl
Pappel entspricht ca. 1.200 kWh = 120 l Heizöl

Der Heizwert über alle Holzarten hinweg wird ganz wesentlich vom Wassergehalt bestimmt. Das im Holz enthaltene Wasser muss bei der Verbrennung verdampft werden. Da zum Verdampfen viel Energie benötigt wird, geht mit steigendem Wassergehalt des Holzes immer mehr Energie verloren. Frisches, feuchtes Holz brennt schlecht, verrußt die Heizanlage und Schornstein, verqualmt die Nachbarschaft und belastet die Umwelt. Das Verbrennen von feuchtem Holz ist daher verboten.

Lufttrockenes Holz (Restfeuchte bis 20 % ) hat gegenüber waldfrischem Holz (Restfeuchte bis 60 % ) den doppelten Heizwert. Bei sachgemäßer Aufarbeitung und Lagerung ist Brennholz je nach Holzart in 12 bis 30 Monaten lufttrocken.

Der Wassergehalt kann man mit speziellen Holzfeuchte- Messgeräten, die es schon für ca. 15 € im Handel gibt, einfach ermitteln.

Weitere Informationen z.B. übers Spalten, Lagern, Anzünden usw. finden  Sie in der kostenlosen Broschüre „ Effizient Heizen mit Holz und Sonne“ des Umweltministeriums und können Sie hier herunterladen