Borkenkäfergefahr steigt

Die 1. Generation beim Buchdrucker fliegt derzeit aus. Neubefall steht bevor. Waldbesitzer werden dringend gebeten, Ihre Wälder jetzt zu kontrollieren.

Die Flugaktivität der Borkenkäfer wird landesweit anhand von Fallenstationen überwacht. Auch im Bereich des FA Bitburg befindet sich in Olsdorf eine Borkenkäfer-Fangstation. Die Ergebnisse zeigen: In diesem Jahr hat die Flugaktivität später eingesetzt. Neubefall ist erkennbar an frischen Harztropfen/Harzaustritten am Stamm und an braunem Bohrmehl, besonders gut am Stammfuß erkennbar, wenn das Bohrmehl von Spinnennetzen aufgefangen wird. Später werden die frisch befallenen Bäume durch ihre rote Krone erkennbar sein. Dann ist schnelles Handeln dringend geboten, denn innerhalb von 10-12 Wochen bildet sich die nächste Generation Borkenkäfer mit Ggf. Geschwisterbruten aus.   

Die Borkenkäferanzahl in den Wäldern ist riesig. Eine Kalamität droht, wenn die dafür verantwortlichen und dazu gesetzlich verpflichten Waldbesitzer nicht handeln und keine Gegenmaßnahmen ergreifen. In einer befallenen Fichte mittlerer Stärke können sich unter der Rinde bis zu 100.000 Käfer entwickeln.  Es liegt auf der Hand!  Nichts tun bedeutet, ganze fichtengeprägte Wälder drohen abzusterben mit der Folge, dass diese Wälder als grüne Lunge ihre vielfältigen Funktionen nicht mehr erfüllen können. Das gilt u.a. auch für die Wasserreinhaltung bzw. -filterung, den Klimaschutz durch die C02- Bindung, den Lärmschutz und natürlich auch für den Artenschutz und die Biodiversität, da diese Waldstrukturen als Lebensraum für daran angepasste Arten für eine längere Zeit nicht mehr zur Verfügung stehen. Auch kann sich dieser Waldnicht mehr natürlich verjüngen, da die Samenbäume abgestorben.

Um einer Massenvermehrung des Buchdruckers und damit dem Absterben ganzer Wälder entgegen zu wirken bedarf es eines gut vorbereiteten sofortigen Einschlags aller neu befallenen Fichten. Und alle betroffenen Waldbesitzer sollten dabei mitmachen. Dabei muss die Aufarbeitung rasch erfolgen und ein schnellstmöglicher Abtransport der befallenen Bäume aus den befallsgefährdeten Beständen einhergehen. Die Mitarbeiter/innen des Forstamtes Bitburg können Sie bei der Holzernte und beim Holzverkauf ebenso unterstützen wie bei der zeitnahen Umsetzung dringend notwendiger Maßnahmen zur Reduzierung des Brutraumangebotes der Borkenkäfer.

Auch für die Wahrnehmung von Fördermöglichkeiten stehen sie beratend zur Seite.

Zertifizierung

 Der Staatswald in Rheinland-Pfalz ist FSC® (Lizenznummer FSC®-C111982)- und PEFC-zertifiziert. Er wird von unseren Förstern unter Achtung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit bewirtschaftet. Ziel ist es, die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes, d.h. seine Multifunktionalität, zu erhalten. Dabei gelten unsere hohen Bewirtschaftungsansprüche auch für die durch uns engagierten Unternehmer.

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