Aktuelle Informationen aus dem Bereich des Forstamtes Bitburg

 

Wertholzsubmission 2020/2021- Privatwaldbesitzende können Holz für die Wertholzsubmission anmelden

In der Einschlagssaison 2020/2021 findet die Laub- und Nadelstammholzsubmission Mittelrhein/Mosel (Platz Esch bei Wittlich) vom 22.02 bis zum 24.02.2021 statt.

Privatwaldbesitzende im Zuständigkeitsbereich des Forstamtes Bitburg werden bei Interesse an einer Teilnahme an der Submission gebeten, mögliche Verkaufsmengen dem Forstamt bis zum 01. Oktober mitzuteilen.

Aktuell sehr gesucht ist beispielsweise qualitativ gutes und starkes Holz der Baumarten, Eiche, Apfel, Birne, Zwetschge, Nussbaum, Ahorn, Linde, Esche, Kastanie sowie Lärche, in der Regel ab einem Durchmesser ohne Rinde von 40 cm in der Stammmitte.

Die für Sie zuständigen Privatwaldbetreuer beraten Sie auf Anfrage Vor-Ort und nehmen Ihre Mengenmeldung entgegen. Informationen und Kontaktdaten zu Ihren Ansprechpartnern, weiterführende Hinweise zur Submission und zu den Teilnahmebedingungen entnehmen Sie bitte dem Dokument rechts.

Für einen meistbietenden Verkauf geeignete Mengen aus dem betreuten Kommunalwald werden auf Grundlage der bestehenden Geschäftsbesorgungsverträge vom Forstamt im Rahmen der jährlichen Wirtschaftspläne bereitgestellt und durch die Kommunale Holzvermarktungsorganisation Eifel GmbH verkauft

 

Wald statt Büro - Bitburger Behördenleiter/innen informieren sich über den Wald im Klimawandel

Coroana bestimmt derzeit den Alltag vieler Verwaltungen. Egal ob Schule, Gesundheitsamt oder Verbandsgemeinde, alle haben intensiv mit diesem Thema zu tun. Die Bewegung „Fridays for Futur“ scheint fast vergessen. Doch bei ihrem letzten Treffen haben sich die Leiter/innen der verschiedenen Behörden aus Bitburg mit dem Thema Klimawandel befasst.
„Unser Wald ist durch den Klimawandel massiv bedroht, und somit auch seine tollen Leistungen und Wirkungen!“, so die Kernaussage von Jürgen Weis, Leiter des Forstamtes Bitburg. Er hatte zu einem zweistündigen Waldbegang in den Gemeindewald Badem eingeladen. Trotz einer weiterhin hohen Arbeitsbelastung konnte er zahlreiche Interessierte Gäste begrüßen. Revierleiter Richard Wagner zeigte, dass sich Waldbesitzer und Forstleute schon seit Jahren mit dem Umbau der Wälder beschäftigen. „Wir brauchen naturnahe und stabile Mischwälder, die mit den Auswirkungen des Klimawandels hoffentlich besser zurechtkommen werden.“, so Wagner.
Die Schäden durch Trockenheit und Schädlingsbefall nehmen zu. „Sorge macht uns, dass besonders die Buchen in diesem Jahr deutlich geschwächt sind. Viele Laubbäume verloren schon im August ihre Blätter“, erläuterte Forstamtsleiter Weis. Dies ist besonders besorgniserregend, galt die Buche doch bisher als eine klimastabile Baumart. Neben den bisher bekannten Baumarten wie Buche und Weißtanne werden zukünftig Bäume aus südlicheren Regionen in unseren Wäldern zu sehen sein: Baumhasel, Esskastanie oder Elsbeere.

 

 

Unser Wald leidet extrem unter der Trockenheit

Was viele in 2019 bereits befürchtet haben, ist nun leider taurige Wahrheit geworden. Der Sommer 2020 ist der dritte Hitze- und Trockensommer in Folge. Mit aller Deutlichkeit zeigen sich bereits heute die angekündigten Auswirkungen des Klimawandels. Auchunsere Region ist davon massiv betroffen: Bäche trocknen aus, Wiesen verdörren, Fichten sterben ab und zahlreiche Laubbäume verlieren bereits im August ihre Blätter. Alle wichitgen Leistungen des Waldes sind bedroht: Wald als Wasserspeicher, Wald als Sauerstoffproduzent, Wald als Garant der Artenvielfalt, Wald als Erholungsort und Wald als Holzproduzent!

Forstleute und Waldbesitzer versuchen bereits seit Jahren, den Wald durch geeignete waldbauliche Maßnahmen fit für eine trockenere Zukunft zu machen. Aber der Waldumbau dauert viele Jahre und kostet viel Geld. Wir kümmern uns um den Waldumbau, aber das alleine reicht nicht. Aktuelle Infos finden Sie hier!

Viel wichtiger ist es, die Ursachen des Klimawandels nun so schnell wie möglich zu bekämpfen! Der Verbrauch fosslier Energieträger muss gesenkt, der Austoss schädlicher Treibhausgase muss dringend reduiziert werden!

Jede und Jeder ist dazu aufgerufen, seinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten!

 

 

 

 

 

 

Forstministerin Ulrike Höfken bedankt sich bei der Bundeswehr

Zusammen mit dem Leiter von Landesforsten Rheinland-Pfalz, Dr. Jens Jacob, hat Frau Ministerin Ulrike Höfken im Juni das Forstamt Bitburg besucht. Vor Ort machte sie sich ein Bild über den Einsatz der Bundeswehrsoldaten, die uns im Kampf gegen den Borkenkäfer unterstützen.

„Wir danken den Soldatinnen und Soldaten ausdrücklich für ihr tolles Engagement“, so die rheinlandpfälzische Umweltministerin. „Nur wenn wir mit allen Mitteln für die Rettung des Waldes kämpfen, können wir seine Leistungen für die Allgemeinheit erhalten!“

Für mehrere Wochen haben die 10 Freiwilligen ihren Arbeitsplatz am Schreibtisch gegen die harte körperliche Arbeit im Wald eingetauscht. Entsandt wurden sie vom Informationstechnikbatallion 281 aus Gerolstein. Täglich halfen die Soldatinnen und Soldaten beim Aufsuchen befallener Bäume, beim Handentrinden und bei der Wiederbewaldung von Schadflächen. „Es ist zwar anstrengend, doch es gibt mir ein gutes Gefühl, wenn ich dem Wald helfen kann“, so einer der Soldaten.

Besonders dort, wo immer nur wenige Bäume betroffen sind, ist der Einsatz der Soldaten sehr effizient. „Bei großen Flächen mit einer hohen Anzahl von befallen Bäumen sind wir mit unserem eigenen Forstpersonal und mit Unternehmern gut aufgestellt“, so Jürgen Weis, Leiter des Forstamtes Bitburg. „Das Auffinden und Bekämpfen von einzelnen Bäumen ist sehr zeitaufwändig und daher sind wir froh über jede Hilfe“.

Oberst Mattes, Leiter vom Landeskommando Rheinland-Pfalz, nahm den Dank der Forstleute entgegen und bot weitere Unterstützung an: „Der Befall der Wälder durch den Borkenkäfer ist eine Katastrophe und die Bunderwehr ist bereit, die Waldbesitzer zu unterstützen“.

 

 

 

Informationen über Wiederbewaldung von Schadflächen

Durch die trockenen Sommer 2018 und 2019 sind zahlreiche Freiflächen im Wald entstanden. Damit die wichtigen Leistungen des Waldes auch in Zukunft sichergestellt werden können, müssen diese Flächen unverzüglich wiederbewaldet werden.

Dieser Grundsatz gilt für alle Waldbesitzarten, also für Staatswald, Kommunalwald und Privatwald.

Privatwaldbesitzer können sich hier über folgende Themen informieren:

- allgemeine Informationen

- Standortansprüche wichtiger Baumarten

- Pflanzverfahren

- Grenzabstände

 

 

 

Besuchshinweise des Forstamtes während der Corona-Pandemie

Bitte besuchen Sie das Forstamt nur in zwingend notwendigen Fällen nach vorheriger telefonischer Absprache oder nach Terminabstimmung per E-Mail.

Nutzen Sie bei Bedarf andere Kommunikationswege wie Telefon, Fax oder E-Mail.

Denken Sie bitte bei einem unabweisbaren Besuch an die Empfehlung des Robert Koch Instituts (RKI), einen Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen einzuhalten.

Beachten Sie dabei auch die "Hygienetipps" sowie die "Hinweise zum Händewaschen" von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Sofern Sie erkrankt sind oder sich in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder Kontakt zu einer infizierten Person hatten, bitten wir Sie auf keinen Fall unsere Dienststelle zu besuchen.

Auf diese Weise tragen Sie dazu bei, Ansteckungsrisiken weitestgehend zu vermeiden. Damit schützen Sie sich selbst, andere Besucherinnen und Besucher sowie die Mitarbeitenden der Dienststelle.

Wir bitten um Verständnis.

 

Die Walnuß - Retterin in der Klimakriese?

Revierleiter Burkard Pickan im Forstrevier Bitburg-Land-Süd macht seit fast 20 Jahren gute Erfahrungen

Waldverjüngung im Klimawandel, das ist derzeit die große Herausforderung für alle Waldbesitzenden und Forstleute. Die Wiederbewaldung der zahlreichen Freiflächen soll dabei möglichst kostengünstig und zukunftssicher sein. Die Walnuss bietet hier große Vorteile. Revierleiter Burkhard Pickan berichtet von seinen Erfahrungen. Hier gehts zum Artikel!