Aktuelle Informationen aus dem Bereich des Forstamtes Bitburg

Walderlebnisführungen für Familien

Aufgrund der aktuellen Situation werden in diesem Sommer viele Familien ihren Urlaub zuhause verbringen. Somit haben sie die Chance, ihre Heimat besser kennen zu lernen. Das Forstamt Bitburg bietet an drei Terminen kostenlose Walderlebnisführungen für Familien in St. Thomas an.

Unser Wald spielt in vielen Bereichen unseres Lebens eine wichtige Rolle: Er reinigt die Luft und produziert Sauerstoff, Waldboden filtert und speichert Wasser. Im Wald wächst der nachhaltig produzierte Rohstoff Holz und viele Menschen erholen sich dort. All dies wird von Förster Martin Lotze spannend und unterhaltsam während der Wanderung (nicht kinderwagengeeignet). erklärt.

Die Termine sind am 8.7., 15.7. und 22.7., jeweils ab 14.00 Uhr. Dauer ca. 3 Stunden.

Aufgrund der beschränkten Teilmehrzahl ist eine verbindliche Anmeldung mit Angabe der Personenzahl unbedingt erforderlich. Bitte per Mail an: martin.lotze(at)wald-rlp.de.

Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmer eine Information über den Treffpunkt, den Ablauf und die zu beachtenden Regeln.

 

 

 

Forstministerin Ulrike Höfken bedankt sich bei der Bundeswehr

Zusammen mit dem Leiter von Landesforsten Rheinland-Pfalz, Dr. Jens Jacob, hat Frau Ministerin Ulrike Höfken im Juni das Forstamt Bitburg besucht. Vor Ort machte sie sich ein Bild über den Einsatz der Bundeswehrsoldaten, die uns im Kampf gegen den Borkenkäfer unterstützen.

„Wir danken den Soldatinnen und Soldaten ausdrücklich für ihr tolles Engagement“, so die rheinlandpfälzische Umweltministerin. „Nur wenn wir mit allen Mitteln für die Rettung des Waldes kämpfen, können wir seine Leistungen für die Allgemeinheit erhalten!“

Für mehrere Wochen haben die 10 Freiwilligen ihren Arbeitsplatz am Schreibtisch gegen die harte körperliche Arbeit im Wald eingetauscht. Entsandt wurden sie vom Informationstechnikbatallion 281 aus Gerolstein. Täglich halfen die Soldatinnen und Soldaten beim Aufsuchen befallener Bäume, beim Handentrinden und bei der Wiederbewaldung von Schadflächen. „Es ist zwar anstrengend, doch es gibt mir ein gutes Gefühl, wenn ich dem Wald helfen kann“, so einer der Soldaten.

Besonders dort, wo immer nur wenige Bäume betroffen sind, ist der Einsatz der Soldaten sehr effizient. „Bei großen Flächen mit einer hohen Anzahl von befallen Bäumen sind wir mit unserem eigenen Forstpersonal und mit Unternehmern gut aufgestellt“, so Jürgen Weis, Leiter des Forstamtes Bitburg. „Das Auffinden und Bekämpfen von einzelnen Bäumen ist sehr zeitaufwändig und daher sind wir froh über jede Hilfe“.

Oberst Mattes, Leiter vom Landeskommando Rheinland-Pfalz, nahm den Dank der Forstleute entgegen und bot weitere Unterstützung an: „Der Befall der Wälder durch den Borkenkäfer ist eine Katastrophe und die Bunderwehr ist bereit, die Waldbesitzer zu unterstützen“.

 

 

 

Eichenprozessionspinner: Vorsicht, aber keine Panik!

Die Gifthaare der Eichenprozessionsspinner können bei Waldbesuchern für böse Überraschungen sorgen. Juckende Hautausschläge nach einer Berührung oder Atemprobleme durch die Windverfrachtung der Gifthaare können die Folge sein.

Weitere Informationen finden Sie hier!

 

 

 

 

 

Borkenkäfer 1. Generation beim Buchdrucker ist ausgebildet- Neubefall steht bevor - Waldbesitzer werden dringend gebeten Ihrer Wälder jetzt zu kontrollieren.

Die Flugaktivität der Borkenkäfer wird landesweit anhand von Fallenstationen überwacht. Auch im Bereich des FA Bitburg befindet sich in Olsdorf eine Borkenkäfer-Fangstation.

Die Ergebnisse zeigen: Im Augenblick ist die erste Generation Jungkäfer fast fertig entwickelt und beginnt mit dem Schwarmflug. Neue Geschwisterbruten erhöhen den Befallsdruck. Damit werden in der Nähe befindliche  Nadelbäume neu frisch befallen. Zunächst erkennbar an frischen Harztropfen/Harzaustritten am Stamm und braunem Bohrmehl (dann gut am Stammfuß erkennbar, wenn das Bohrmehl von Spinnennetzen aufgefangen wird). Ab Mitte Juli werden die frisch befallenen Bäume durch ihre rote Krone erkennbar sein. Dann ist schnelles Handeln geboten, denn innerhalb von 10-12 Wochen wird sich unter der Rinde die nächste Generation Ggf. Geschwisterbruten ausbilden.   

Die Borkenkäferanzahl in den Wäldern ist riesig. Es ist aktuell das dritte einer Massenvermehrung erreicht.  Eine Kalamität droht, wenn die Waldbesitzer nicht handeln und keine Gegenmaßnahmen ergreifen. Dazu sind die Waldbesitzer, ob Staat, Kommune oder Privat gesetzlich verpflichtet. In einer befallener Fichte mittlerer Stärke können sich unter der Rinde bis zu 100.000 Käfer entwickeln. Diese benötigen nach dem Ausflug, der jetzt in Kürze wieder ansteht, 20 Bäume als Brutraum. Die danach ausschlüpfende Käferpopulation würde 400 Bäume als Brutbaum benötigen, wenn man die Käfer gewähren lässt, danach würden 8000 Bäume befallen. Hierbei liegt auf der Hand: Nichts tun heißt: Ganze fichtengeprägte Wälder oder Teile davon drohen in Gänze abzusterben. Diese Wälder können als grüne Lunge ihre vielfältigen Funktionen nicht mehr erfüllen. Das gilt u.a. auch für die Wasserreinhaltung bzw. -filterung, den Klimaschutz durch die C02- Bindung, den Lärmschutz und natürlich auch für den Artenschutz und die Biodiversität. Auch als Lebensraum stehen sie für darin lebende Arten eine lange Zeit nicht mehr zur Verfügung. Auch kann sich dieser Wald nicht mehr natürlich verjüngen, da die Samenbäume abgestorben sind. Die neue Waldgeneration kann dann nur sehr  aufwändig und teuer durch Pflanzung entstehen.

Um einer Massenvermehrung des Buchdruckers und damit dem Absterben ganzer Wälder oder Teilen davon entgegen zu wirken, bedarf es eines gut   vorbereiteten sofortigen Einschlags aller frisch befallenen Fichten. Und alle betroffenen Waldbesitzer sollten dabei mitmachen. Dabei muss die Aufarbeitung rasch erfolgen und ein schnellstmöglicher Abtransport der befallenen Bäume aus den befallsgefährdeten Bereichen einhergehen. Die Mitarbeiter/innen des Forstamtes Bitburg und die jeweils zuständige/r Förster/in beraten Sie in Bezug auf die Möglichkeiten zur Holzernte, zum Holzverkauf und zum Holzabsatz, zu Fördermöglichkeiten sowie im Hinblick auf notwendige jetzt zu ergreifende Maßnahmen zur Reduzierung des Brutraumangebotes der Borkenkäfer. Bitte wenden Sie sich an Ihre Förster vor Ort oder an das Forstamt. Infos zur Förderung finden Sie unter Angebote.

Informationen über Wiederbewaldung von Schadflächen

Durch die trockenen Sommer 2018 und 2019 sind zahlreiche Freiflächen im Wald entstanden. Damit die wichtigen Leistungen des Waldes auch in Zukunft sichergestellt werden können, müssen diese Flächen unverzüglich wiederbewaldet werden.

Dieser Grundsatz gilt für alle Waldbesitzarten, also für Staatswald, Kommunalwald und Privatwald.

Privatwaldbesitzer können sich hier über folgende Themen informieren:

- allgemeine Informationen

- Standortansprüche wichtiger Baumarten

- Pflanzverfahren

- Grenzabstände

 

 

 

Besuchshinweise des Forstamtes während der Corona-Pandemie

Bitte besuchen Sie das Forstamt nur in zwingend notwendigen Fällen nach vorheriger telefonischer Absprache oder nach Terminabstimmung per E-Mail.

Nutzen Sie bei Bedarf andere Kommunikationswege wie Telefon, Fax oder E-Mail.

Denken Sie bitte bei einem unabweisbaren Besuch an die Empfehlung des Robert Koch Instituts (RKI), einen Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen einzuhalten.

Beachten Sie dabei auch die "Hygienetipps" sowie die "Hinweise zum Händewaschen" von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Sofern Sie erkrankt sind oder sich in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder Kontakt zu einer infizierten Person hatten, bitten wir Sie auf keinen Fall unsere Dienststelle zu besuchen.

Auf diese Weise tragen Sie dazu bei, Ansteckungsrisiken weitestgehend zu vermeiden. Damit schützen Sie sich selbst, andere Besucherinnen und Besucher sowie die Mitarbeitenden der Dienststelle.

Wir bitten um Verständnis.

Die Walnuß - Retterin in der Klimakriese?

Revierleiter Burkard Pickan im Forstrevier Bitburg-Land-Süd macht seit fast 20 Jahren gute Erfahrungen

Waldverjüngung im Klimawandel, das ist derzeit die große Herausforderung für alle Waldbesitzenden und Forstleute. Die Wiederbewaldung der zahlreichen Freiflächen soll dabei möglichst kostengünstig und zukunftssicher sein. Die Walnuss bietet hier große Vorteile. Revierleiter Burkhard Pickan berichtet von seinen Erfahrungen. Hier gehts zum Artikel!