Pressearbeit bedeutet neue Perspektiven einzunehmen. © Markus Hoffmann

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Weltklimakonferenz in Bonn

Die Weltklimakonferenz in Bonn ist nach einer langen Verhandlungsnacht am 18.11.2017 zwölf Stunden später als geplant zu Ende gegangen.

Die 197 Vertragsparteien erzielten wichtige Fortschritte beim „Verhandeln und beim Handeln“ zur Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens. Damit ist ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zur COP24 in Kattowitz im Jahr 2018 gelungen, wo die Umsetzungsregeln von Paris beschlossen werden sollen. Der sogenannte Talanoa-Dialog soll im Laufe des nächsten Jahres unter der Führung von Fidschi und Polen die Staatengemeinschaft zu ambitioniertem Handeln ermutigen, um die globale Klimaschutzlücke zu schließen. Der Dialog gilt als Probelauf für den notwendigen Ambitionsmechanismus, denn die vorliegenden Klimaschutzzusagen der COP-Staaten reichten nicht aus, um die Paris-Ziel zu erreichen. Von Bonn gehe ein starkes Signal aus, indem die Welt beim Klimaschutz zusammenstehe, trotz des angekündigten Ausstiegs der Trump-Regierung aus dem Pariser Klimaabkommen.

Wichtige Fortschritte gab es auch beim sogenannten Regelbuch, den Ausführungsbestimmungen für das Pariser Abkommen. Dabei geht es beispielsweise um die Frage, wie die Staaten ihre Treibhausgasemissionen messen und transparent darüber berichten. In Bonn wurden zu allen Fragen Texte entwickelt, die bis zur Weltklimakonferenz in Kattowitz 2018 schlussverhandelt werden können.

Gleichberechtigt neben den Verhandlungen wurde in Bonn die sogenannte Umsetzungsagenda vorangetrieben: In vielen hundert Veranstaltungen präsentierten Staaten, Wirtschaft und Zivilgesellschaft Klimaschutzlösungen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Ein Beispiel für die Fortschritte ist die sogenannte NDC-Partnerschaft, die Entwicklungsländern bei der Aufstellung von nationalen Klimaschutzstrategien hilft. Die Partnerschaft hat ihre Arbeit in Bonn deutlich ausgebaut.

Das Konzept "eine Konferenz, zwei Zonen" mit der Bula Zone als Verhandlungsraum und der Bonn Zone mit den Umsetzungsbeispielen sei nach Aussage von Bundesumweltministerin Hendricks voll aufgegangen. Der Zweiklang aus „Verhandeln und Handeln“ könne wegweisend für künftige Klimakonferenzen sein.

Zusammenfassung der Pressemitteilung des BMUB Nr. 362/17 vom 18.11.2017