Waldnachrichten © stock.adobe.com / Anton

© stock.adobe.com / Anton

© stock.adobe.com / Anton

 

Ton, Steine, Erden

Neue Ausstellung in Johanniskreuz zeigt Mosaike, Keramiken sowie Werkstücke von Steinbildhauern und Bauteile des Lehmbau-Handwerks

Unter dem Motto „Ton, Steine, Erden“ zeigt das Haus der Nachhaltigkeit bis zum 18. Dezember seine letzte Ausstellung in diesem Jahr. In der Präsentation geben Handwerker*innen einen Einblick, welch vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten irdene Materialien bieten. Zu sehen sind steinerne Büsten, Tier- und Pflanzenformen sowie das Maßwerkdetail eines Kirchenfensters, keramische Gebrauchsgegenstände und experimentelle Einzelobjekte, Mosaikarbeiten sowie Wandkonstruktionen und Bauteile aus Lehm. Die Präsentation kann ab sofort bei freiem Eintritt in den Räumen des Johanniskreuzer Infozentrums besucht werden. Sie ist in Kooperation mit der Beratungsstelle Formgebung der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern in Rheinland-Pfalz entstanden. Die Objekte stammen aus den Händen von Meisterschüler*innen des Handwerks aus Kaiserslautern, Studierenden und Lehrbeauftragten der Universität Landau sowie arrivierten Meister*innen ihres jeweiligen Fachs aus der Pfalz und dem saarländischen Bexbach.

Mit der aktuellen Präsentation will das Johanniskreuzer Infozentrum einen Querschnitt desjenigen Handwerks zeigen, das mit irdenen Werkstoffen arbeitet. Gesteine verwittern im Verlauf vieler Jahrtausende und über viele Stufen zu immer kleineren Bestandteilen bis sie schließlich als Tonmineralien (Korngröße < 2 Mikrometer) enden. Je nach Größe, Mischung und Feuchtegehalt entstehen auf diesem Weg vielfältige Werkstoffe, die seit Menschengedenken schon immer bearbeitet und umgeformt wurden. Das Material, mit dem sich die aktuelle Ausstellung befasst, steht dabei auch symbolisch für „Mutter Erde“, die Substanz, in der unsere Nahrung wächst, das Trinkwasser gefiltert wird und in der ein ganz eigenes und vielfältiges Lebens existiert. Durch den Klimawandel und die fehlenden Niederschläge der letzten Jahre wurde auch die Erde und der Boden stark in Mitleidenschaft gezogen.