Strukturreform der Landesforsten - Stellenausschreibungen

Die Reform der Landesforsten Rheinland-Pfalz läuft weiter: Noch im Mai werden weitere Stellen, dieses Mal rund hundert, ausgeschrieben. Die Stellen sind überwiegend an den nach 2004 bestehenden Forstämtern angesiedelt. Das Kabinett hat jetzt diesen weiteren Schritt zur Umsetzung der Strukturreform der Forstverwaltung beschlossen.

Die Umsetzung der Reform soll die Wettbewerbsfähigkeit der Landesforsten stärken und die Dienstleistungen qualitativ verbessern. Ziel ist die Weiterentwicklung der Landesforsten zu einem produkt- und kundenorientierten Unternehmen. Bis 2010 sind überdies Einsparungen von insgesamt 27 Mio. Euro an Personal- und Sachkosten möglich. Ab 2010 werden die jährlichen Einsparungen auf 6,5 Mio. Euro geschätzt. Das hierin enthaltene Einsparvolumen im Personalbereich liegt bei jährlich 5,9 Mio. Euro.

Mit der im November 2002 beschlossene Reform ist auch eine Rückführung der Anzahl der Forstämter von 88 auf 45 verbunden. In einem ersten Schritt waren bereits die Forstamts- und Büroleitungen sowie die Sachbearbeiter-Stellen für die zukünftigen Forstämter ausgeschrieben worden; derzeit laufen hierfür die Auswahlverfahren.

Für die jetzt in einem zweiten Schritt ausgeschriebenen Stellen können sich nur die von der Forstverwaltungsreform betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewerben, die bereits an den bisherigen Forstämtern in der Forstamts- und Büroleitung sowie in der Sachbearbeitung eingesetzt waren. Etwa 175 Beamte und 300 Angestellte erhalten neue Arbeitsplätze, wobei ein Großteil der Angestellten ohne vorherige Bewerbung an die verbleibenden Forstamtsstandorte versetzt werden kann. Das Auswahlverfahren läuft zügig, damit die Bewerber möglichst schnell wissen, wo sie zum Stichtag 1. Januar 2004 in den neuen Forstämtern ihre Arbeit aufnehmen werden

Die Reform erfolgt sozialverträglich: Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden entsprechend ihrer Qualifikation möglichst wohnortnah eingesetzt. Es gibt keine Kündigungen. Mittel- und langfristig müssen die Landesforsten jedoch wie die meisten anderen Verwaltungen in Rheinland-Pfalz mit weniger Personal auskommen.

Weil die Zahl der Forstämter abnimmt, ergibt sich unter den vorhandenen Mitarbeitern personeller Spielraum für neue Aufgabenbereiche. Für neue Herausforderungen in der Forstverwaltung braucht es künftig auch vermehrt Spezialisten, besonders in den Bereichen der Holzvermarktung- und produktion, beim Jagdmanagement, bei Umweltbildung, Walderlebnis und Erholung. So wird es ab 2004 zum Beispiel Produktleiter für Umweltvorsorge oder für Biomasse-Management geben. Auch für die Entwicklung des Biosphärenreservats Pfälzerwald/Nordvogesen entstehen Stellen. Diese neuen Aufgaben sind in den regional unterschiedlichen Schwerpunkten über das Land verteilt. Außerdem werden zentral die Bereiche Marketing, EU/UN-Schutzgebiete sowie Personal- und Organisationsentwicklung gestärkt.

Die Strukturreform ermöglicht durch Rationalisierungsmaßnahmen künftig eine deutliche Rückführung des Personalstandes bei den Beamten. Bis zum Jahr 2010 wird es insgesamt einen Abbau von rund 110 Stellen geben. Verbesserte Geschäftsabläufe und die Bündelung von Aufgaben werden das ermöglichen. Alle Personaleinsparungen werden durch weitgehenden Verzicht auf Neueinstellungen erzielt.