Pressearbeit bedeutet neue Perspektiven einzunehmen. © Markus Hoffmann

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Seuchenbekämpfung: Strategie gegen Schweinepest zeigt Erfolge

Die Impfung von Wildschweinen zeigt deutliche Erfolge im Kampf gegen die Schweinepest: Im Jahr 2002 gab es im Nordwesten von Rheinland-Pfalz noch 250 positiv auf Schweinepest getestete Tiere, 2003 drei Fälle und in diesem Jahr kein einziger mehr.

Umweltministerin Margit Conrad: „Das nordwestliche Rheinland-Pfalz ist seit mehr als 20 Monaten frei von Schweinepestfällen bei Wildschweinen. Dieses Ergebnis bestätigt unser Vorgehen bei Impfungen.“ Gegen die Schweinepest wirkt ein ganzes Bündel von Maßnahmen. Zentraler Bestandteil ist die Immunisierung, die notwendige Reduzierung des Wildschweinbestandes bleibt eine weitere wichtige Aufgabe.

Im nordwestlichen Landesteil werden seit Frühjahr 2002 Impfköder ausgelegt. Durch die Impf-Erfolge bei den Wildschweinen hat sich auch die Gefahr verringert, dass Hausschweine mit dem Schweinepest-Erreger infiziert werden. Gab es 2002 noch zehn Ausbrüche von Schweinepest bei Hausschweinen, so war es im Jahr 2003 nur noch einer. Conrad: „Diesen unerwartet schnellen Erfolg verdanken wir insbesondere auch den Hegering-Leitern, den Jägerinnen und Jägern. Ohne ihre zuverlässige Mitarbeit wären wir nicht da angelangt, wo wir jetzt stehen.“

Ab 2005 soll im Nordwesten, in den Regionen Eifel und Hunsrück, nicht mehr geimpft werden - und zwar immer unter der Voraussetzung, dass keine neuen Schweinepest-Fälle auftreten. Allen landwirtschaftlichen Betrieben mit Schweinehaltung wird empfohlen, weiterhin alle erforderlichen Maßnahmen zur Verhinderung der Seucheneinschleppung einzuhalten.

Derzeit bestehen noch sogenannte Maßregelungen. Diese sehen für Schweinehalter eine Untersuchung der Tiere vor Transporten vor. Auch Jäger müssen erlegte Wildschweine untersuchen lassen und die Tiere an festgelegten Sammelstellen so lange aufbewahren bis ein Untersuchungsergebnis vorliegt. Wann diese Regelungen aufgehoben werden, liegt im Ermessen der Europäischen Union. Rheinland-Pfalz wird in Kürze einen entsprechenden Antrag an die EU stellen, um im kommenden Frühjahr Erleichterungen zu erreichen.

Seit Februar 2003 werden auch die Schwarzkittel in der Pfalz geimpft. Hier besteht ein von den Regionen Eifel und Hunsrück völlig unabhängiges Seuchengeschehen bei Wildschweinen. 2002 wurden hier 116, 2003 noch 34 Wildschweine positiv getestet. In diesem Jahr sind es bisher nur drei Fälle. Die letzten Funde stammen aus der Grenzregion zu Frankreich im Landkreis Südwestpfalz.
Es zeichnet sich bereits ab, dass die Impfung der Wildschweine in der Pfalz ebenso gute Erfolge wie im nordwestlichen Landesteil mit sich bringt. Wegen der letzten Fälle werden 2005 aber erneut Impfköder ausgelegt, um das Virus ganz zum Verschwinden zu bringen.