Rotwildprojekt in Rheinland-Pfalz

Zwei Interessen, die Hege des Rotwildbestandes und eine ökologisch orientierte Waldwirtschaft passen zusammen. Das zeigen die ersten Ergebnisse eines Pilotprojektes der Landesregierung, die in Schillingen im Hunsrück vorgestellt wurden.

"Ziel war ein integratives Management von Waldbewirtschaftung, Verbesserung des Lebensraumes für Rotwild, die Vermeidung von Wildschäden, Naturschutz und mehr Erholung für die Bürgerinnen und Bürger", stellte Umweltministerin Margit Conrad fest, "inzwischen hat sich hier vieles verbessert."

Das Lebensraum-Modellprojekt Osburg-Saar hat eine Laufzeit von fünf Jahren und wird 2004 enden. Es wurde vor dem Hintergrund gestartet, dass zum einen in der Bundesrepublik Deutschland die Lebensbedingungen für das Rotwild schwieriger werden und zum anderen zu viele Tiere Wald und Forstwirtschaft gefährden. Beim genetischen Austausch des Rotwildes ist die Entwicklung in Rheinland-Pfalz günstiger als im Bundesdurchschnitt. Im Land gibt es 13 teils großräumige Rotwild-Bezirke, die fast die Hälfte der Waldfläche beanspruchen. Genügend Austausch innerhalb der großen Populationen sichert die genetische Stabilität bei den Nachkommen.