Rheinland-Pfalz bietet den bundesweit ersten FSC®-zertifizierten Öko-Weihnachtsbaum: Höfken: Öko ist gut für das Wohnzimmer

„Ein schönes Geschenk für alle Naturliebhaber, Umwelt- und Gesundheitsbewusste sowie Klimaschützer: Zum Weihnachtsfest gibt es die bundesweit ersten nach FSC®-zertifizierten Öko-Weihnachtsbäume aus den Wäldern von Rheinland-Pfalz“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken gemeinsam mit Elmar Seizinger, Leiter des Waldbereichs FSC Deutschland beim Schlagen des ersten Öko-Weihnachtsbaumes im Forstamt Soonwald.  „Künftig kann man in Rheinland-Pfalz mit dem Öko-Weihnachtsbaum - zertifiziert nach FSC - aktiv zum Klima- und Umweltschutz beitragen. Denn dieser wurde sozial- und umweltverträglich angebaut und ist ohne Mineraldünger und Pestizideinsatz  gewachsen“, so Höfken.  

Nach Schätzungen werden in Rheinland-Pfalz jährlich 1,4 Millionen Weihnachtsbäume verkauft. Rund die Hälfte der Bäume wird importiert. Die Waldbesitzer im Land können mit einem nach FSC-zertifizierten Öko-Weihnachtsbaum eine Marktlücke schließen. Sie leisten einen erhöhten Beitrag für Klima sowie Biodiversität und können Wertschöpfung im ländlichen Raum generieren. Verbrauchern ermöglicht es, die bewusste Entscheidung für ein heimisch gewachsenes Öko-Produkt zu treffen“, so Höfken.

Die Forstämter Trier, Kaiserslautern und Soonwald sind die Ersten, die Okö-Weihnachtsbäume zum Verkauf anbieten. Ein Siegel und die FSC-Produktnummer kennzeichnen die Öko-Bäume. Transportfertig verpackt werden die Bäume in Netzen aus Naturfasern.

FSC-Weihnachtsbaumstandard
Landesforsten Rheinland-Pfalz hat innerhalb der letzten zwei Jahre die Entwicklung des eigens für Weihnachtsbaumkulturen im Wald  erarbeiteten FSC-Standards unter aktiver Beteiligung zahlreicher Umweltverbände vorangetrieben. Das weltweit anerkannte, unabhängige FSC-Siegel steht für die nachhaltige, sozial- und umweltverträgliche Produktion von Wäldern. Dies galt aber bisher nicht für Weihnachtsbaumkulturen auf Waldflächen. Zudem ist der Weihnachtsbaum-Markt sehr unübersichtlich, was Herkunft oder ökologische Standards angeht. Deshalb startete Umweltministerin Ulrike Höfken 2014 die Initiative für ökologisch produzierte Weihnachtsbäume im Wald. „Ich möchte mich bei Landesforsten, FSC Deutschland und dem Zertifizierer GFA bedanken, dass wir nun als erste im Bundesgebiet Öko-Weihnachtsbäume nach dem anspruchsvollen FSC-Standard anbauen können“, so Höfken.

Der nur in Verbindung mit dem FSC- Waldstandard anwendbare Weihnachtsbaumstandard regelt die Anlage und Pflege von Weihnachtsbaumkulturen auf Waldflächen. Der Einsatz von Pestiziden zur Unkraut- und Schädlingsbekämpfung wie auch die Verwendung von Mineraldüngern ist in zertifizierten Kulturen nicht zulässig. Bestehende Weihnachtsbaumkulturen werden labortechnischen Nadelanalysen unterzogen, um den Pestizideinsatz auszuschließen. Erst wenn die Laborergebnisse dies bestätigen, kann eine Weihnachtsbaumkultur zertifiziert werden.

Zahlen zu Weihnachtsbäumen
80 Prozent der Weihnachtsbäume stammen aus landwirtschaftlichen Plantagen, das heißt, nur ein kleiner Anteil unserer Weihnachtsbäume ist auf Waldflächen gewachsen. Laut einer BUND-Studie von 2014 enthält die Mehrheit der getesteten Weihnachtsbäume Rückstände von Düngemitteln und chemischen Pestiziden wie Glyphosat - mit möglichen Folgen für Gesundheit und Umwelt. Über 70 Prozent aller Weihnachtsbäume sind mittlerweile Nordmannstannen.

Hintergrund zu FSC:
Die Förderung einer umweltfreundlichen, sozialförderlichen und ökonomisch tragfähigen Bewirtschaftung von Wäldern – das ist die weltweite Mission des FSC (Forest Stewardship Council®). Die unabhängige, gemeinnützige Nicht-Regierungsorganisation wurde 1993 als ein Ergebnis der Konferenz „Umwelt und Entwicklung“ in Rio de Janeiro gegründet. Heute ist der FSC in über 80 Ländern mit nationalen Arbeitsgruppen vertreten. (http://www.FSC-deutschland.de/der-FSC.2.htm)
 
 
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