Neue Website zur Buchenkrankheit

EU-Projekt - Eine neue Erkrankung setzt seit zwei Jahren Buchen zu. An den kranken Bäumen löst sich teilweise die Rinde, das Holz ist von Pilzen und Insekten befallen und der Baum stirbt zuletzt ab.

Besonders besorgniserregend ist, dass in einigen Regionen außerdem äußerlich gesunde, vollbelaubte Buchen vom Laubnutzholzborkenkäfer befallen sind. Beobachtet werden diese Symptome grenzüberschreitend in Rheinland-Pfalz in der Eifel und im westlichen Hunsrück, in Luxemburg in Ösling und Gutland, in Belgien in den Ardennen und in Gaume sowie in Teilen Frankreichs (Ardennen, Nord-Lothringen); außerdem betroffen ist Nordrhein-Westfalen (Nordeifel und Sauerland).

Grenzüberschreitend wird gegen die gefährliche Buchen-Krankheit vorgegangen. Die Umweltministerien des Großherzogtums Luxemburg und des Landes Rheinland-Pfalz haben ihre Forstverwaltungen beauftragt, gemeinsam die Ursachen zu ergründen und Therapien zu entwickeln. Das Projekt wird im Rahmen des INTERREG IIIa-DeLux-Programms von der Europäischen Union gefördert. Es ist darauf ausgerichtet, negative Folgen auf den Naturhaushalt, das Landschaftsbild, die Artenvielfalt und die Nutzungsmöglichkeiten des Ökorohstoffes Buchenholz aus der Region zu mindern. Untersucht werden alle bedeutsamen Schadeinflüsse und die Einwirkung von Luftschadstoffen. Die Forscher wollen wissen, warum die Abwehrkräfte der Bäume geschwächt sind und Maßnahmen zur Erhaltung der Buchenwälder der Region entwickeln.