Landesforsten - Die neue Berufskleidung "Linie Forst"

Statt Uniform für alle Mitarbeiter die neue „Linie Forst“ in modernem Design

Aus der Forstuniform wird eine echte Mitarbeiterbekleidung für ein modernes Dienstleistungsunternehmen: funktionell und in frischem Design. Nach 70 Jahren, in denen die Bekleidung für Förster militärisch geprägt war, ist jetzt Schluss mit Schulterklappen und Hierarchie-Abzeichen. Während die frühere Uniform den Forstbeamten vorbehalten war, können sich fortan alle Bediensteten forstlich einkleiden. Ab Februar erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesforsten Rheinland-Pfalz ihre neue Berufskleidung. Forstministerin Margit Conrad stellte das zeitgemäße Outfit, das auf Funktionalität setzt, im Budenheimer Wald bei Mainz vor. „Die Forstreform macht aus den Landesforsten ein zukunftsfähiges Unternehmen, was sich auch in der neuen zeitgemäßen Bekleidung zeigt“, stellte sie fest. Der Förster oder die Försterin sei zum einen Manager im Wald und zum anderen Ansprechpartner für eine breite Öffentlichkeit. „Mit der neuen Kleidung ist es wie mit der Erneuerung der Struktur der Forstverwaltung: Sie soll wie angegossen sitzen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen sich darin wohl fühlen und sie muss den Aufgaben angepasst sein.“ Darüber hinaus schaffe gerade die unverwechselbare Bekleidung Gemeinsamkeit nach innen und Wiedererkennbarkeit nach außen.

Die neue Linie Forst, die in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule für Modedesign in Trier unter Leitung von Professor Jo Meurer entwickelt wurde, besteht aus zwei Teilen. Für den Außendienst sind unter anderem ein schicker Hut aus Kaninchenhaarfilz, eine Allwetterjacke und Fleece-Jacke vorgesehen. Im Innendienstlinie gehören ein Sakko in gedeckten Melange-Tönen, Blazer sowie Krawatte oder Halstuch dazu. Alle Teile sind aufeinander abgestimmt und können kombiniert werden – auch mit privaten Stücken.

Die Grundfarben sind Nachtfichten-Grün und Schwarzblau und werden teilweise aufgefrischt von einem kräftigen Dunkelrot. Das neue Logo der Landesforsten Rheinland-Pfalz setzt weitere Akzente.

2.300 Forstbedienstete, Försterinnen und Förster sowie die weiteren Mitarbeiter der Landesforsten, vom Forstamtsleiter bis zum Waldarbeiter, werden ab Februar neu angezogen und sollen die neue Mode im Dienst tragen. Damit das zu finanzieren ist, müssen sich die Mitarbeiter wie bisher finanziell beteiligen. Das Land stellt 430.000 Euro für die Erstausstattung zur Verfügung, die durch Ansparen der Bekleidungszuschüsse nahezu gedeckt sind; Mehrkosten entstehen keine. Für zukünftige Kleidungsergänzungen oder Ersatz erhalten die Mitarbeiter einen abgestuften Zuschuss. Das teuerste Einzelstück ist mit rund 175 Euro der Anorak.

Um Kosten zu sparen, gab es bei der Entwicklung der Kleidung eine enge Zusammenarbeit mit dem Land Niedersachsen. Dort sowie in Schleswig-Holstein und Berlin wird künftig die „Bekleidungslinie Forst“ getragen. Außerdem erwägen weitere Bundesländer die vorbildliche Forst-Mode zu übernehmen. Conrad: „Ein möglichst bundesweit einheitliches Erscheinungsbild für die Forstmitarbeiter ist sehr zu begrüßen. Wir freuen uns, hier Schrittmacher zu sein.“
Der Bestellung war eine Europaweite Ausschreibung vorausgegangen. Die Annahme der Lieferung, ihre Prüfung, Lagerung, Auslieferung und Rechnungsstellung sowie zukünftige Ausschreibungen werden von der Bereitschaftspolizeidirektion Mainz übernommen.
Conrad: „Wir sind dankbar, mit diesem leistungsfähigen Partner im gesamten Logistikbereich zu kooperieren.“ Neu entworfen wurde auch das Logo der Landesforsten, das nicht nur die Kleidung schmückt, sondern auch auf Fahrzeugen und Fahnen, auf Schildern oder Briefbögen für Unverwechselbarkeit sorgt. Zu sehen sind in Grüntönen Laub- und Nadelbaum in starker Abstraktion.