Länderkammer fordert mehr Unterstützung für Waldbesitzer

„Der Beschluss des Bundesrats ist ein klarer Auftrag an den Bund im Interesse unser Wälder. Ich freue mich, dass die Länderkammer sich heute so deutlich für eine größere Unterstützung kommunaler und privater Waldbesitzer ausgesprochen hat. Wir erwarten nun, dass die Bundeslandwirtschaftsministerin die Hilfen aufstockt, um unsere Wälder und Waldökosysteme zu stärken“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken heute im Anschluss an die Bundesratssitzung in Berlin. „Der Bund hat heute angekündigt, eine stärkere Finanzierung zu prüfen, wenn das komplette Schadensausmaß bekannt ist. Für Rheinland-Pfalz kennen wir die Zahlen: 84 Prozent der Bäume sind geschädigt. Jungpflanzen sind vertrocknet, Altbäume sind vom Borkenkäfer befallen, es gab Schäden durch Sturm oder Starkregen. Das alles ist sehr alarmierend! Für das Jahr 2018 rechnen wir mit Schäden allein durch Borkenkäfer in Höhe von 20 Millionen Euro – über alle Waldbesitzarten hinweg“, so die Ministerin. „Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, den Trend aufzuhalten. Denn der Wald ist mit seinen vielen Funktionen für alle Bürgerinnen und Bürger da, leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und ist als Ökosystem für den Erhalt vieler Tier- und Pflanzenarten unverzichtbar.“ Im Entschließungsantrag fordern die Länder den Bund auf, die festgelegten fünf Millionen Euro an versprochenen Mitteln in der Gemeinschaftsaufgabe „Agrarstruktur und Küstenschutz“ aufzustocken. Rheinland-Pfalz würde davon insgesamt 263.000 Euro beziehungsweise 72 Cent pro Hektar erhalten, inklusive der dazu kommenden Landesgelder. „Wir erkennen die Bemühungen an. Aber die geringe Summe hilft keinem der von den enormen Klimaschäden betroffenen Waldbesitzer“, sagte die Umweltministerin.