Pressearbeit bedeutet neue Perspektiven einzunehmen. © Markus Hoffmann

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Holzkünstler zeigt Ausstellung in Johanniskreuz – Alte Eiche zu neuem Leben erweckt

Von Pfingstsonntag dem 31. Mai bis Ende August ist im Haus der Nachhaltigkeit die Ausstellung „Höheinöder Eiche“ des Holzkünstlers Erwin Würth zu sehen. Der Eintritt ist frei, geöffnet ist täglich außer samstags von 10 bis 17 Uhr.

Über 130 Jahre lang hat die „Höheinöder Eiche“ den Ort in der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben geprägt. Ein Baum, der Zeuge einer ereignisreichen Geschichte war, die auch an ihm Spuren hinterlassen hat. Als die Eiche aus Sicherheitsgründen 2017 gefällt werden musste, lud die Gemeinde den Holzkünstler Erwin Würth aus Petersbächel ein. Er sollte beurteilen, ob man aus dem geschichtsträchtigen Baum noch etwas machen könne. Eine ganze Ausstellung hat er daraus geschaffen. Viele neue Objekte sind aus dem alten Baum entstanden, jedes für sich einzigartig und doch Teil eines großen Ganzen.

Schon beim ersten Betrachten sah Erwin Würth in der großen Eiche verschiedene Objekte versteckt. Die Bemühungen des Baumes seine Verletzungen zu heilen hinterließen interessante, einzigartige Wuchsformen. Ein idealer Partner für den Petersbächler Holzkünstler. Denn er hat sich darauf spezialisiert, bereits von der Natur angelegte und vorgegebene Formen herauszuarbeiten. Nachhaltig, wie Würth seine Kunst versteht, wurde kein Stück der Eiche weggeworfen. Der gelernte Tischler schuf aus ihr zahlreiche große und kleine Objekte, schenkte dem alten Baum so ein zweites Leben. Nicht einfach „altes Holz“, sondern Spiegel, Tisch, Rednerpult, Lampe, Kerzenleuchter und vieles mehr wurden aus der Eiche. Im Sinne der Nachhaltigkeit sind alle Objekte rein biologisch, ausschließlich mit Öl und Wachs behandelt. So lebt die Eiche fort, nicht in Höheinöd, aber überall dort, wo die Objekte von Erwin Würth von Menschen bestaunt und verwendet werden.