Höfken: „Klimaschonendes Bauen mit Holz hat großes Potenzial“

Als Startschuss der neuen Veranstaltungsreihe „Zukunft Holzbau“ besuchte Umwelt- und Forstministerin Ulrike Höfken den Holzbaupionier CLTECH in Kaiserslautern. Auf dem Programm stand unter anderem die Besichtigung der Anfang Mai in Betrieb genommenen Fertigungshalle für Brettsperrholzelemente, deren Bau das Land mit rund zwei Millionen Euro finanziell unterstützte.

„CLTECH steht beispielhaft für die Chance, die Digitalisierung im Holzbau eröffnet“, erklärte Höfken. In der neuen Roboterfertigungsanlage werden Holzweichfaserdämmstoffe vollautomatisch aufgebracht, was sie preislich wettbewerbsfähig zu mineralischen Alternativen, wie etwa Glas- oder Steinwolle macht. Höfken bezeichnete dieses Verfahren als „Quantensprung für unsere Umwelt“, da mit der neuen Technik CO2 eingespart wird.

Klimafreundlicher Holzbau

Die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen wie Holz als Baumaterial leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Nachwachsende Rohstoffe binden das klimaschädliche Gas CO2 und sind energetisch wiederverwertbar. „Die Nutzung von Holz anstelle von energieintensiven Baumaterialien kann den Energieverbrauch und die damit verbundenen CO2-Emissionen im Land jährlich um rund 30 Millionen Tonnen senken. Wer mit Holz baut, schützt also das Klima“, sagte Höfken.

Die Bauaufgaben in Rheinland-Pfalz sind vielfältig: von der Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum, über den Neubau öffentlicher Einrichtungen wie Kindertagesstätten bis hin zur Modernisierung von energieineffizienten Gebäuden. „Der moderne Holzbau bietet die Möglichkeit, eine Vielzahl unserer Bauvorhaben nachhaltig, zeitnah und wirtschaftlich umzusetzen“, so Höfken weiter. In Rheinland-Pfalz ist bereits jeder fünfte Neubau aus Holz gefertigt. „Wir sehen großes Potenzial für den Baustoff Holz – sowohl im Bereich des Neubaus, als auch bei Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen“, erklärte die Ministerin abschließend.

 

Hintergrund:

Anfang Juni 2019 hat die Landesregierung mit Vertretern des kommunalen und privaten Waldbesitzes eine Walderklärung mit dem Titel „Klimaschutz für den Wald - unser Wald für den Klimaschutz“ verabschiedet. Ziel ist es unter anderem, den Einsatz nachwachsender Rohstoffe, wie z.B. Holz bei Bauvorhaben deutlich zu steigern. Damit forciert die Landesregierung die Materialwende und trägt aktiv zur Erreichung der Klimaschutzziele bei.