Forstreform gestartet - Ministerin Conrad besucht neue Forstämter

Zum Auftakt des neuen Jahres hat Forstministerin Margit Conrad die neuen Forstämter Kaiserslautern und Kastellaun besucht. Anlass war der landesweite Start der Forstreform zum 1.Januar 2004.

Ziel von "Landesforsten: zukunftsfähige Strukturen" ist die Anpassung an veränderte wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Zentraler Ansatz ist die Weiterentwicklung der Landesforsten zu einem produkt- und kundenorientierten modernen Dienstleistungsunternehmen. Dabei wurden neue Konzepte entwickelt für ein modernes wirtschaftliches Arbeiten in allen Bereichen," unterstrich Conrad bei ihrer Visite. Die Ministerin wies darauf hin, dass auch nach Verringerung der Anzahl der Forstämter von 88 auf 45 die flächendeckende Präsenz von Landesforsten erhalten bleibt.

Das neue Forstamt Kaiserslautern wurde aus den Flächen der alten Forstämter Kaiserslautern, Landstuhl und Teilflächen aus den bisherigen Forstämtern Johanniskreuz, Hochspeyer und Waldfischbach-Burgalben gebildet. Es umfasst derzeit 23 Reviere. Der großräumige Verantwortungsbereich umfasst mehr als 24.000 Hektar Holzbodenfläche und einen Holzeinschlag von rund 110.000 Festmetern. Das entspricht einem jährlichen Gesamtumsatz von circa vier bis fünf Millionen Euro.

Neben der reinen Holzproduktion hat das Forstamt vielfältige Schwerpunkte in den Bereichen der gemeinwohlorientierten Leistungen. Als Stichworte nannte die Ministerin die Waldjugendherberge in Hochspeyer, das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen sowie die hohe Siedlungsdichte im großstadtnahen Raum mit entsprechend intensiver Nutzung im Naherholungsbereich .

Mit künftig sechs Spezialisten, davon alleine fünf in neuen Funktionen, gehört Kaiserslautern zu den Forstämtern mit dem höchsten Spezialisierungsgrad im Lande. Die Vielfalt der genannten Schwerpunkte sowohl in der Holzproduktion als auch in den gemeinwohlorientierten Produktbereichen spiegelt sich hier beispielhaft.

Das neue Forstamt Kastellaun ist ein typisches Gemeinschaftsforstamt und steht damit für eine Vielzahl von Forstämtern in Rheinland-Pfalz. Es wurde aus den Flächen der alten Forstämter Kastellaun und Teilflächen des bisherigen Forstamtes Boppard gebildet. Es umfasst 13 Reviere mit insgesamt 45 Betrieben. Dazu zählen neben 39 Gemeindewaldbetrieben auch fünf Genossenschaften. Insgesamt sind im neuen Forstamt Kastellaun 62 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigt. Sein neuer Verantwortungsbereich umfasst fast 14.000 Hektar Holzbodenfläche und einer Holzvermarktung von rund 47.000 Festmetern. Das entspricht einem jährlichen Gesamtumsatz von circa 2,1 Millionen Euro.

Neben der reinen Holzproduktion hat das Forstamt weitere Schwerpunkte in den Bereichen der gemeinwohlorientierten Leistungen. Am Waldjugendheim Kolbenstein wird die regionale und überregionale waldpädagogische Arbeit weiterentwickelt. Dazu investiert Landesforsten auch in die Modernisierung und Erweiterung des Waldjugendheims. Der Ausbau des Flugplatzes Hahn ist für den vorderen Hunsrück ein wichtiger Entwicklungsfaktor. Auch hier ist Landesforsten mit seiner Kompetenz auf der Fläche als Partner gefragt. Das Forstamt Kastellaun bringt in diesem Zusammenhang sein Know-how mit der Bereitstellung von Ökokontoflächen sowie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Wald ein.