Erneuerbare Energien und Klimaschutz

Neue Förderungen für Kommunen und Vereine

Umwelt-Staatssekretär Hering: "Neben Privatleuten können jetzt auch Kommunen und Vereine Förderung für Holzheizungen erhalten"

Holzheizungen gehören zu den attraktivsten und umweltfreundlichsten Systemen zur Erwärmung von Gebäuden. Ab sofort können auch Kommunen und deren Betriebe sowie Vereine und Körperschaften des öffentlichen Rechts doppelt von dieser Form der Energiegewinnung profitieren, denn auch sie können Fördermittel beantragen. Darauf wies Umwelt-Staatssekretär Hendrik Hering anlässlich der Begrüßung des 3333. Privatkunden der Firma Westerwälder Holzpellets in Langenbach hin.
"Holz ist ein nachwachsender Rohstoff aus Rheinland-Pfalz. Je mehr Menschen seine erneuerbare Energie nutzen, umso besser ist das für Umwelt- und Klimaschutz", sagte er. Die Privatkunden des Westerwälder Unternehmens sparen umgerechnet rund 34.000 Tonnen Kohlendioxid im Jahr.

Hering verwies darauf, dass sich seit Jahresanfang der Kreis Gebäudebesitzer um den öffentlichen Bereich erweitert hat, der Förderung bei Investitionen in Biomasseheizungen erhalten kann. Die Anträge gehen an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle oder die Kreditanstalt für Wiederaufbau. In Rheinland-Pfalz waren bisher nur Privatpersonen, Freiberufler sowie kleine und mittlere Gewerbebetriebe antragsberechtigt.

"Die neue Lösung ist besonders deshalb sehr zu begrüßen, weil es gerade die Kommunen oder Vereine sind, die Gebäude nutzen, die sich besonders für Biomasseheizungen eignen", stellt Umwelt-Staatssekretär Hendrik Hering fest. Voraussetzung für eine Förderung ist die öffentlichkeitswirksame Vorstellung der neuen umweltfreundlichen Anlage.

Das Programm sieht verschiedene Fördermöglichkeiten vor. So werden zum Beispiel kleine Biomasseanlagen durch Zuschüsse vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gefördert. Größere Biomasseanlagen (über 100 Kilowatt) sowie Biogasanlagen werden mit zinsgünstigen Darlehen durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau gefördert.

Bei Pellet- und Hackschnitzelheizungen ist der Zuschuss um 5 Euro auf künftig 60 Euro pro Kilowatt gestiegen (maximal 275.000 Euro pro Einzelanlage). Hinzu kommt die Förderung von Nahwärmenetzen.

Neu aufgenommen wird die Förderung von Holz- bzw. Pellet-Öfen ohne Dämmung, die zum Beispiel direkt im Wohnzimmer stehen und in ein Zentral-Heizungssystem eingebunden sein müssen. ?Die Mindestfördersumme in Höhe von 1000 Euro soll den Anreiz verstärken, mit Pellets zu heizen?, sagte Hering. Mit der Erweiterung des Kreises der Antragsberechtigten auf Kommunen und Gebietskörperschaften biete die neue Förderrichtlinie des Bundes eine Chance für Biomasseheizungen gerade im öffentlichen Bereich.

Weitere Informationen finden Sie im Internet beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)