Erhöhte Waldbrandgefahr: Höfken ruft Bürgerinnen und Bürger zu Umsicht und Mithilfe auf

Trockenheit und hohe Temperaturen erhöhen ab Mitte der Woche auch die Waldbrandgefahr in Rheinland-Pfalz

„Aufgrund der Trockenheit und der hohen Temperaturen in diese Woche steigt auch wieder die Waldbrandgefahr in Rheinland-Pfalz. Die von Borkenkäfern befallenen Bäume weisen momentan das höchste Brandrisiko auf, denn sie sind abgestorben und sehr trocken. Umso mehr sind wir auf umsichtiges Verhalten und Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger und eine entschiedene Bekämpfung des Klimawandels durch konsequente Klimaschutzmaßnahmen angewiesen“, sagte Forstministerin Ulrike Höfken heute.

Etwa 90 Prozent aller Wald- und Flurbrände gehen auf unvorsichtigen Umgang der Menschen mit offenem Feuer im Wald und in Waldesnähe zurück. Waldbrände können jedoch auch durch Blitzschlag oder weggeworfenes Glas entstehen.

Das Forstministerium weist daher auf folgende Verhaltensregeln hin:

  • Rauchen im Wald ist strengstens verboten, machen Sie Raucherinnen und Raucher höflich darauf aufmerksam.
  • Grillen und Anlegen offener Feuer ist im Wald und in Waldesnähe verboten. Bitte ausschließlich offizielle Grillplätze benutzen und größte Vorsicht wegen Funkenflug walten lassen. Eine besondere Gefahr geht von flexiblen Einmalgrills aus.
  • Benutzen Sie nur ausgewiesene Parkplätze; trockene Grasflächen können sich durch heiße Katalysatoren unter den Autos entzünden.
  • Halten Sie alle Zufahrten zu Wäldern und die Waldwege für die Rettungsfahrzeuge vollständig frei.
  • Jede, auch kleinere Rauchentwicklungen außerhalb der Siedlungsgebiete bitte unter Notruf 112 (Feuerwehr) oder 110 (Polizei) melden. Die Angabe der im Wald an Wegkreuzungen beschilderten Rettungspunkte (grüne Tafeln mit weißem Kreuz und einer Nummer) erleichtert die rasche Bekämpfung.

„Rheinland-Pfalz ist in diesem Jahr bisher glücklicherweise nur von kleineren Bränden betroffen gewesen, die schnell von der Feuerwehr gelöscht werden konnten. Die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren, Rettungsdiensten und Forstdienststellen funktioniert gut. Die vorhandenen Rettungskarten Rheinland-Pfalz erleichtern die Orientierung im Wald und tragen zu einer schnellen Brandbekämpfung bei“, führte Höfken an.

Klimawandel macht Waldumbau unerlässlich

Dank der laubbaumreichen Mischwälder sei die Gefahr großer Waldbrände in Rheinland-Pfalz etwas weniger groß, so die Ministerin weiter. Mit der naturnahen Waldbewirtschaftung ist Rheinland-Pfalz auch im Hinblick auf die Waldbrandverhütung weit vorangekommen. Die besonders gefährdeten Nadelbaumreinbestände werden seit einigen Jahren mit Laubbäumen vorausverjüngt, sodass hier das Risiko von Waldbränden stetig verringert wird. Selbst in den besonders trockenen und heißen Jahren 2003, 2015 und 2018 traten in Rheinland-Pfalz zwar zahlreiche, aber nur kleinflächige Waldbrände auf.

Bäume, die infolge des Klimawandels absterben und entlang von öffentlichen Verkehrswegen stehen, führen zu wachsender Waldbrandgefahr. In der rheinland-pfälzischen Walderklärung bekennen sich daher alle Unterzeichnenden für eine Unterstützung der Waldbesitzenden bei Verkehrssicherung und Waldbrandprävention.

Verantwortlich (i.S.d.P)

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ERNÄHRUNG UND FORSTEN

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55116 Mainz

Weitere Informationen zur aktuellen Gefahrenlage finden Sie unter https://www.dwd.de/DE/leistungen/waldbrandgef/waldbrandgef.html