Ziel ist die Überwindung struktureller Nachteile, insbesondere aus Kleinflächigkeit und Besitzzersplitterung, durch überbetriebliche Zusammenarbeit im Rahmen forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse.Die Förderung dient dazu, ein eigenständiges und professionelles Tätigwerden der Zusammenschlüsse besonders unter Einbindung des Kleinprivatwaldes zu entwickeln.
Darüber hinaus sollen die Produktions- und Absatzbedingungen in der Forstwirtschaft angesichts der Konzentrationsprozesse auf der Abnehmerseite fortlaufend modernisiert werden.

Mitgliederinformation und -aktivierung

Gefördert werden insbesondere Maßnahmen zur fachlichen Information der Mitglieder z.B. regelmäßige Fachinformation durch Druckerzeugnisse oder digitale Medien sowie Informationsveranstaltungen bzw. Fachveranstaltungen für Mitglieder. 
Die Teilnahme von an der Mitgliedschaft interessierten Waldbesitzenden an den Veranstaltungen ist förderunschädlich und im Rahmen der Mitgliederwerbung ausdrücklich erwünscht. Die Mitwirkung Dritter ist ebenfalls förderunschädlich. Neben der Förderung von Maßnahmen zur fachlichen Information der Mitglieder werden auch Neumitglieder der Zusammenschlüsse gefördert, um einen Anreiz zur Mitgliederwerbung zu geben.

Die Förderung der Mitgliederinformation und -aktivierung ist eine pauschalierte Förderung für folgende Fördermöglichkeiten bezogen auf das Kalenderjahr aus denen der forstwirtschaftliche Zusammenschluss wählen kann:

  •  Neumitglieder, die erstmalig am 31.12. eines Kalenderjahres als ordentliches  
     Mitglied gelten,mit einer Förderung  bis zu 50,- €.
  • Paket I mit einer Förderung von 2,10€ pro ordentlichem Mitglied bestehend aus:
    Druckmedium oder Homepage und Durchführung einer Informationsveranstaltung.

  • Paket II mit einer Förderung von 5,00 € pro ordentlichem Mitglied bestehend aus:
    Druckmedium oder Homepage, Durchführung einer Informationsveranstaltung und Durchführung mindestens einer Fachveranstaltung je angefangene 500 Mitglieder.

Anerkennungsfähige Fachveranstaltungen für das  Jahr 2019 sind: 

- Motorsägenkurse (MS-Kurse) folgender Ausgestaltung:

   a) MS-Kurs Basis: Kursinhalte und Dauer im Anhalt an die bekannten Vorgaben der bisher
       durchgeführten Kurse vom Typ MS-Basis.

   b) Modul - Arbeitssicherheit Baum 1 - der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und 
       Gartenbau SVLFG): Kursinhalte und Dauer gemäß den Vorgaben der SVLFG.

   c) Modul - Arbeitssicherheit Baum 2- der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und 
       Gartenbau SVLFG): Kursinhalte und Dauer gemäß den Vorgaben der SVLFG.

 - Kurse vergleichbar mit den Modulen der Waldbesitzerschule

   Nachfolgende beispielhaft mögliche anerkennungsfähige Kursinhalte:
   - Vorbereiten von Holzerntemaßnahmen
   - Holzernteverfahren
   - Waldbau
   - Holzverkauf und Kalkulation
   - Waldschutz, Wald und Wild
   Grundsätzlich müssen die Kurse regelmäßig 7 Kursstunden umfassen und eine Aufteilung in Theorie- 
   und Praxisteil mit Übungsangebot für die Waldbesitzenden beinhalten. Der Referent muss kosten-
   pflichtig sein.

- Exkursionen der Waldbauvereine

   Exkursionen/Lehrfahrten der forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse von mindestens ganztägiger
   Dauer. Auslandsfahrten zählen nicht hierzu. Relevante Themengebiete sind insbesondere: Waldbau,
   Klimawandel und Auswirkungen auf den Wald, Waldschutz, Holztransport und Weiterverarbeitung. Die
   Aufzählung ist nicht abschließend.

An die Förderung sind weitere Voraussetzungen an Erscheinungshäufigkeit des Druckmediums, Aktualität der Homepage und Inhalte der Informationsveranstaltung geknüpft, die in den Fördergrundsätzen Forst zu finden sind.

Weitergewährung der Förderung Kombimodell, Geschäfstführungskosten und Holzmobilisierung

Die Förderung umfasst die bis zum  31.12.2013 bewilligten Pilotprojekte zur eigenständigen Holzvermarktung gemäß den Vorgaben der Fördergrundsätze Forst 2007.