Die Förderung erfolgt für kommunale Forstbetriebe, die erheblich durch Kriegseinwirkung geschädigt sind. Die Sanierung von durch Kriegseinwirkung geschädigten Waldbeständen ist durch stark eingeschränkte Holzabsatzmöglichkeiten behindert und mit erheblichen finanziellen Einbußen verbunden. Die Förderung soll die Betriebe beim Abbau des Splitterholzes und bei der Begründung einer neuen Waldgeneration unterstützen. Die Sanierung der Waldbestände ist im Rahmen der Wiederaufforstung und im Rahmen des Voranbaus mit standortgerechten Baumarten förderfähig.

Saat, Naturverjüngung, die Anlage von Vorwald, der Unterbau und Nachbesserungen von ursprünglich geförderten Kulturen  sind nicht förderfähig. Die Aufforstung mit Weihnachtsbäumen ist ebenfalls nicht förderfähig.

Förderfähig sind Maßnahmen in Waldbeständen, die im Betriebsplan oder Betriebsgutachten als Waldbestände mit Splitterschädigung ausgewiesen sind.


Die Wiederaufforstung wird nur gefördert, wenn die planmäßige Nutzung im Vorbestand nicht mehr als drei Kalenderjahre vor Beginn der Maßnahme erfolgte.

Die Zuwendung wird ausschließlich für Laubbaum- oder Mischkulturen mit mindestens 30 Prozent Laubbaumanteil in einer Rate gezahlt. 

Handelt es sich beim Vorbestand um einen Laubholzbestand, ist ausschließlich die Wiederaufforstung mit Laubholz förderfähig.
Bei Mischkulturen ist im Fall der Beimischung der Baumart Fichte die Fichte nicht förderfähig.
Die zur Förderung der Wiederaufforstung zu beantragende Mindestfläche beträgt bei Laubbaumkulturen zusammenhängend  0,1 Hektar, bei Mischkulturen zusammenhängend  0,3 Hektar.

Aufgeforstet werden soll mit mindestens 2.000 Pflanzen je Hektar, wobei maximal 4.000 Pflanzen je Hektar gemäß nachstehender Tabelle gefördert werden. Die Zuwendungsbeträge beinhalten auch die Sicherung der Kultur.

Laubbaumkultur in Euro Mischkultur in Euro
Aufforstung
(incl. Schutz u. Pflege) 1,60 / Pflanze 1,60 / Laubbaum-, Weißtannenpflanze
0,35 / Sonstige Nadelbaumpflanze (außer Fichte)

Beim Voranbau sollen in der Regel Schatt- und Halbschattbaumarten in Gruppen von maximal 0,01 Hektar verteilt über die Fläche in die Nadelbaumbestände gepflanzt werden. Bei Pflanzung von Weißtanne ist auch der flächige Voranbau förderfähig.

Die für den Voranbau vorgesehene Bestandesfläche muss mindestens 0,5 Hektar umfassen.

Je Hektar für den Voranbau vorgesehene Bestandesfläche müssen mindestens 1.500 Pflanzen eingebracht werden, maximal 2.000 Pflanzen werden gemäß nachstehender Tabelle gefördert. 

Pflanzung
(incl. Schutz u. Pflege) 1,50 Euro / Pflanze

Die Förderung für Wiederaufforstung und Voranbau kann nur gewährt werden, wenn der zu erwartende Zuschuss je Antrag und Betrieb mindestens 500,00 € erreicht.