Forstamt Koblenz

 

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Ihr Team des Forstamtes Koblenz

Öffnungszeiten des Forstamtes:

Montag bis Donnerstag:
09:00 bis 12:00 Uhr
14:00 bis 16:00 Uhr
Freitag:
08:00 bis 13:00 Uhr

 

Schnupperweihnacht 2022

Am zweiten Adventssonntag können alle Bürgerinnen und Bürger auf Oberwerth wieder in die Weihnachtszeit "reinschnuppern". Nach zweijähriger "Zwangspause" haben die Mitarbeitenden des Forstamtes Koblenz ein vielseitiges Angebot vorbereitet.

Lassen Sie uns gemeinsam ein paar Stunden weihnachtlicher Stimmung bei Mitmachaktionen, zahlreichen Ausstellungen, leckeren Speisen und Getränken verbringen.

Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste. 

 

Forstamtsteam besucht Weltnaturerbe Grube Messel

Anfang Oktober unternahm unser Forstamtsteam einen Abstecher in den nahegelegenen tropischen Regenwald — oder vielmehr in das, was nach 48 Millionen Jahren in Deutschland noch davon übrig ist. Im Rahmen einer Fachexkursion zum Thema „Natur- und Bodendenkmalschutz“ besichtigten wir die Grube Messel in Südhessen, einst Ölschiefer-Tagebau, dann kurzzeitig Deponie, seit 1995 UNESCO-Welterbe dank ihres schier unerschöpflichen Reichtums an Fossilien aus dem Eozän.

Die Grube liegt in einem ehemaligen Maar — einem Vulkansee, unseren Eifelmaaren nicht unähnlich. Der See entstand in einer gewaltigen Explosion zu einer Zeit, als unsere Kontinente ihre heutige Position schon annähernd eingenommen hatten, das Klima aber noch bedeutend wärmer war. Tropische und subtropische Regenwälder, dominiert von frühen Vertretern der Palmen-, Lorbeer-, Rosen- und Buchenartigen und durchsetzt von allerlei Farnen und Schlingpflanzen, bedeckten das spätere Mitteleuropa. Im Dämmerlicht dieses Dschungels tummelten sich frühe Säugetiere, darunter Urpferdchen und -äffchen, vom „Hafer- und Bananenblues“ freilich noch weit entfernt. Auch Reptilien und Vögel — unmittelbare Nachfahren der damals bereits ausgestorbenen Dinosaurier — kreuchten und fleuchten durch Morast und Geäst, vom Krokodil bis zum Kolibri.

Viele von Ihnen fanden im Messeler Maar ihre letzte Ruhestätte. Ob ertrunken, erbeutet oder friedlich dahingeschieden — hinabgesunken in die sauerstoffarmen Tiefen des über 300 m tiefen Sees und bedeckt von feinsten Ton- und Algenschichten, die im Laufe der Jahrmillionen zu Ölschiefer wurden, blieben ihre Kadaver bis heute konserviert. Der Erhaltungszustand der Fossilien ist teilweise so gut, dass nicht nur die versteinerten Skelette, sondern auch Reste von Weichteilen, Mageninhalten, Federn und schillernden Insektenpanzern sichtbar sind, neben Unmengen von Laubblättern.

Dass die Grube solche Schätze birgt, war schon früh bekannt, doch erst nach über hundertjähriger industrieller Nutzung gelang es, sie mit dem Erwerb durch das Land Hessen 1991 für die Wissenschaft zu sichern und in der Folge als Welterbe unter Schutz zu stellen. Seither entwickeln sich die Tümpel, Schutthalden und Steilhänge des ehemaligen Tagebaus zu wertvollen Trockenbiotopen. Wald — wenn auch kein tropischer — hat inzwischen die Flanken der Grube besiedelt, derweil in zwei kleineren Feldern am Grubengrund systematisch weiter nach Fossilien gegraben wird. Akteure sind hier das Hessische Landesmuseum sowie die Senckenberg-Gesellschaft.

Die Präparierung der Fundstücke ist kein leichtes Unterfangen, denn das beim Bergen noch feuchte Gestein zerfällt in der Hand, sobald es austrocknet. Die Konservierungsmethoden wurden über die Jahre immer weiter verbessert. Im örtlichen Besucherzentrum sind allerdings nur wenige Originalfunde zu bestaunen: Die größten Schätze von Messel — etwa das Uräffchen „Ida“ oder das „Messeler Urpferd“ — finden sich auf Museen rund um den Globus verteilt.

Wie viele Schutzgebiete in unserer Kulturlandschaft ist auch die Grube Messel von menschlicher Pflege abhängig: Die Grube muss permanent entwässert werden, um nicht mit Grundwasser vollzulaufen, denn dies würde den Grabungen und damit weiteren spektakulären Entdeckungen zur Geschichte des Lebens auf unserem Planeten ein schnelles Ende setzen.   

 

ZDF-Dokudreh in Forstämtern Koblenz und Lahnstein

Für die Umwelt-Dokureihe Planet e. ließ das ZDF vergangene Woche in den Forstämtern Koblenz und Lahnstein die Kameras rollen. Titel der Folge: „Dürre am Rhein – die Folgen der Wassernot“. Das Thema Wald wird darin zwar nur wenige Minuten einnehmen, doch für ein fundiertes Wissensformat wie Planet e. wollen auch diese Minuten gründlich vorbereitet sein.

Die hohe Qualität der Serie war für uns vom Forstamt Koblenz ausschlaggebend, dem Dreh trotz des extrem kurzen Vorlaufs von nur drei Arbeitstagen zwischen Anfrage und Drehtermin zuzustimmen. Unser eilends zusammengestelltes Kompetenzteam – bestehend aus Forstamtsleiter Sebastian Schmitz, Klimaförster Jörg Parschau, Revierleiter Dieter Kaul (Forstrevier Rhens) und Umweltpädagogin Alena Schmidt, lotete zunächst die örtlichen und logistischen Möglichkeiten aus, um dann in Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma ein thematisches Konzept zu entwerfen, das am Drehtag effizient abgearbeitet werden konnte. Für Themenbereiche, zu denen es in den rheinseitigen Revieren des Forstamts Koblenz keine aktuellen Beispiele gab – etwa zum Thema Waldbrand – gelang es uns, Andreas Nick mit ins Boot zu holen, den Leiter unseres Nachbarforstamts Lahnstein.

Gedreht wurde an mehreren Waldorten in den Forstrevieren Rhens (FA Koblenz) und Braubach (FA Lahnstein), um möglichst viele Aspekte der Dürreproblematik in unseren Wäldern beleuchten zu können. Dabei spannten wir den Bogen von Borkenkäfer-Kalamitätsflächen unter Wiederbewaldung über dürregestresste Buchen-Eichen-Altbestände unter Verjüngung bis hin zu den ehemaligen Eichen-Niederwäldern unserer trockensten Standorte mit ihren natürlichen Anpassungsstrategien. In all diesen Waldformen wurden die Möglichkeiten und Grenzen einer naturnahen, multifunktionalen Waldbewirtschaftung in Zeiten des Klimawandels diskutiert und entsprechende Konzepte der Landesforsten vorgestellt. Wieviel davon es in die Sendung schafft, bleibt abzuwarten – wir sind gespannt!

Voraussichtlicher Sendetermin ist kommender Sonntag, der 04. September, um 15:45 Uhr. Im Anschluss wird die Folge in der ZDF-Mediathek bereitstehen.

 

Rettungskette Forst – Gemeinsame Übung von Forstamt und DRK

Die „Rettungskette Forst“ – das betriebliche Rettungssystem der Landesforsten Rheinland-Pfalz – gilt bundesweit als vorbildlich. Das Kernelement des Systems, ein Netzwerk von ausgewiesenen Rettungspunkten (= Anfahrpunkten für Rettungsfahrzeuge) im Wald – flächendeckend und einheitlich über alle Waldbesitzarten hinweg – wurde bereits Mitte der 1990er eingerichtet und seither optimiert.

Der dazugehörige Kartensatz im Maßstab 1 : 25.000, ursprünglich nur für die forstbetriebliche Nutzung konzipiert, hat sich als „Rettungskarte Rheinland-Pfalz“ unter Rettungskräften als unerlässliches Hilfsmittel zum Auffinden abgelegener Einsatzorte etabliert und ist inzwischen auch für die Allgemeinheit erhältlich. Ebenfalls allgemein zugänglich ist die kostenlose Smartphone-App „Hilfe im Wald“, mit der sich jeder Waldbesucher den eigenen Standort und die nächstgelegenen Rettungspunkte anzeigen lassen kann – auf GPS-Basis und damit unabhängig vom Mobilfunkempfang.

Für Forstleute, die täglich im Wald ihrer teils gefährlichen Arbeit nachgehen, steht nach wie vor die Grundidee des Systems im Vordergrund: Auch am entlegensten Einsatzort ein verlässliches System zur Hand zu haben, das im Notfall eine zeitnahe Rettung garantiert. Damit die Rettungskette Forst funktioniert, muss sie regelmäßig unter Beteiligung aller Akteure geübt werden. Dies geschieht forstamtsweise im Zweijahresturnus in Zusammenarbeit zwischen Landesforsten und Rettungsdiensten.

Das Forstamt Koblenz hielt seine diesjährige Rettungsübung Anfang August im Forstrevier Laacher See ab. Kooperationspartner war der Kreisverband Ahrweiler des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), vertreten durch die Rettungswachen Niederzissen und Kempenich, der die Übung in seine Notfallsanitäter-Ausbildung integrierte. Dabei wurden Mitglieder aller aktuellen Ausbildungsjahrgänge beteiligt. Von forstlicher Seite nahmen neben der Kernzielgruppe – Forstwirten und Forstunternehmern aus dem gesamten Forstamtsbereich – auch die Revierleiter, Regional- und Funktionsförster und weiteres Forstamtspersonal teil. Die Übung bestand aus einem theoretischen und einem praktischen Teil.

Im Theorieteil erläuterte Bert Obertreis, stellvertretender Forstamtsleiter im Forstamt Koblenz, Hintergrund, System und Ablauf der Rettungskette Forst. Dabei betonte der Forstmann die erfahrungsgemäß wichtigsten Knackpunkte des Systems – zum einen die notfalltaugliche Vorbereitung des Arbeitsplatzes (tägliche Lokalisierung des nächsten Rettungspunktes vor Arbeitsbeginn; bei längeren gefährlichen Arbeiten die Markierung des Zugangs vom Rettungspunkt zum Arbeitsplatz mit Pfeilschildern), zum anderen die effektive Notrufabsetzung einschließlich einer für den Rettungsdienst verständlichen Wegbeschreibung zum Unfallort auf Basis der Rettungskarte.

Im Praxisteil übernahm das DRK die Regie: In unwegsamer Hanglage wurde ein typischer Arbeitsunfall inszeniert, wie er im klassischen Zweipersonen-Waldarbeiterteam relativ häufig vorkommt – das Umknicken und unglückliche Stürzen eines der beiden Forstwirte. An diesem Beispiel wurde sodann die komplette Rettungskette Forst durchgespielt – Sicherung des Unfallortes, Erste Hilfe und Notrufabsetzung durch den Kollegen, Anfahrt und Einweisung des Rettungsdienstes, rettungsdienstliche Versorgung des Unfallopfers vor Ort und schließlich Abtransport des Opfers per Trage durch das unwegsame Gelände zum Rettungsfahrzeug.

Beim geselligen Ausklang im Anschluss an die Übung zeigten sich alle Beteiligten zufrieden. Forstamtsleiter Sebastian Schmitz und Florian Weidenbach, Leiter der Lehrrettungswache Niederzissen, betonten den gegenseitigen Lernerfolg. Durch die Zusammenarbeit sei es Forstleuten wie Rettungskräften möglich gewesen, die Situation aus den Augen des jeweils anderen Kooperationspartners zu sehen, wodurch Missverständnissen im Ernstfall effektiv vorgebeugt werde. Zukünftigen Übungen dieser Art sieht man mit Freude entgegen.

 

Umweltbildnerin Alena Schmidt verstärkt das Forstamtsteam

Die 31-jährige Alena Schmidt aus Bad Ems hat Anfang Juli ihre Tätigkeit beim Forstamt Koblenz aufgenommen. Gemeinsam mit den beiden Förstern Anne Grobbel und Dietmar Ebi ist sie für die Schwerpunktbereiche Waldinformation, Umweltbildung und Walderleben zuständig.


Nach ihrem Studium der Umweltbildung an der Pädagogischen Hochschule Weingarten war sie in verschiedenen Funktionen tätig. Nach einer Tätigkeit bei IKEA betreute sie auf der Landesgartenschau Überlingen einen Ausstellungspavillon des Umweltministeriums Baden-Württemberg und führte das Grüne Klassenzimmer durch. Nach dem Wechsel zu Landesforsten Rheinland-Pfalz verstärkte sie in Hachenburg das Team, das landesweit das Freiwillige Ökologische Jahr organisiert und betreut. 


Mit ihrer Versetzung nach Koblenz erfüllt sich ein großer Wunsch. Umweltbildung, Kindern und Jugendlichen die Natur und deren Bedeutung für uns Menschen nahe zu bringen, ist ihr ein großes Anliegen. Auf diese Arbeit freut sie sich, häufig begleitet von Mucki, ihrem Kleinen Münsterländer. 
 

 
 

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