Herzlich willkommen am Forstamt Bitburg

 

Das Forstamt Bitburg

Das Forstamt Bitburg umfasst die Wälder der Stadt Bitburg sowie der Verbandsgemeinden Bitburger Land und Speicher.

Wir betreuen den Wald von 62 Ortsgemeiden und ca. 11.000 privaten Waldbesitzern.

Zu unseren Aufgaben zählen:

- Bewirtschaftung des Kommunal- und Staatswaldes

- Betreuung und Beratung der Privatwaldbesitzer

- Schutz und Pflege der Waldlebensräume

- Naturnahe Waldwirtschaft

- Nachhaltige Nutzung des wertvollen Rohstoffes Holz

- Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit

Das Forstamt Bitburg ist Genehmigungs- und Planungsbehörde in Waldfragen

 

Raus in den Wald - Schnitzeljagd!

Im Bitburger Königswäldchen gibt es ein neues Naturerfahrungs-Angebot. Eine Schnitzeljagd mit Fragen zum Thema Wald und Umwelt. Eingerichtet hat diese Schnitzeljagd das Forstamt Bitburg in Zusammenarbeit mit dem Forstrevier Bitburg-Steinborn. Die Strecke startet am Königswäldchen-Parkplatz an der B 51. Von dort aus müssen sich die Waldbesucher als Pfadfinder beweisen, denn den richtigen Weg finden sie nur, wenn jede Frage korrekt beantwortet wird. Aber keine Sorge, wer sich auf dem „Holzweg“ befindet, bekommt bald einen entsprechenden Hinweis.

Das Forstamt bittet darum, auch im Wald die jeweils geltenden Corona-Regeln einzuhalten. Und ganz wichtig: Müll gehört nicht in den Wald! Alles was man mitgebracht hat, wird bitte wieder mit nach Hause genommen.

 

Wald schützt KULTUR

In den Wäldern unserer Region lassen sich zahlreiche Zeugnisse der Menschheitsgeschichte finden. Sie wurden durch den Wald geschützt vor den Einflüssen landwirtschaftlicher Bodenbearbeitung. Die ältesten Bodendenkmäler sind bronzezeitliche Hügelgräber, Menhire oder Wallanlagen, wie z.B. die "Wikingerburg" auf dem Ferschweiler Plateau. Auch die Römer haben ihre Spuren in der Region hinterlassen, im Speicherer Wald wurden die Reste von zahlreichen Tonöfen entdeckt.

Im Mittelater wurde der Wald intensiv zur Herstellung von Holzkohle genutzt, kreisrunde Köhlerplätze an Hängen und Hohlwege weisen auf diese Art dert Energiegewinnung hin, die fast zu einer vollständigen Zerstörung der Wälder geführt hat.

Höckerlinien und Stellungsgräbern sind stumme Zeuge der Schrecken des 2. Weltkrieges. Es dauert lange, bis die Narben dieser Zeit verheilt sind. Aber die Natur erobert sich alle Gebiete zurück und das stimmt uns hoffnungsvoll.

WIR arbeiten für den Schutz und den Erhalt des Waldes und schützen somit auch historische Bodendenkmäler!

 

Nachhaltigkeitsprämie- Kommunale und private Waldbesitzer erhalten Bundesmittel

Die Wälder in Deutschland leiden seit drei Jahren unter Dauerstress. Stürme, Dürre und damit einhergehende Trocken-Schäden und ein massiver Borkenkäferbefall haben den Waldbesitzern zum Teil existenziell zugesetzt. Die Corona-Pandemie hat dies durch negative Auswirkungen auf die Holz-Absatzmärkte und Logistikstrukturen noch verstärkt. Vielen Waldbesitzern fehlt es an Liquidität, um ihren Verpflichtungen nach dem Landeswaldgesetz nachzukommen. Es fehlt Geld für die Wiederbewaldung der entstandenen Schadflächen, die Waldpflege oder Waldschadens- und Wildschadensverhütung.

Das Bundeslandwirtschaftministerium hat daher mit der Großen Koalition erstmals eine sogenannte Nachhaltigkeitspräme für den Wald entwicklet. Es handelt sich um Mittel aus dem Corona-Konjunkturprogramm in Höhe von insgesamt 500 Millionen Euro. Die Auszahlung der Prämie muss bis Ende 2021 abgeschlossen sein.

Das sollten Sie wissen:

Kommunale und private Waldbesitzer, die mindestens 1 ha Wald besitzen, können die Prämie beantragen. Voraussetzung für den Erhalt der Prämie ist, dass die Waldfläche zertifiziert ist. Zum Beispiel nach den Programmen PEFC©oder FSCTM. Die Prämie beträgt 100,- € pro Hektar (PEFCTM) bzw. 120,- € (FSC©).

Auch eine nachträgliche Zertifizierung nach der Antragstellung ist möglich. Die privaten Waldbesitzer können sich bei Fragen zur Zertifizeirung an den Waldbauverein Bitburg oder an die entsprechenden Zertifizierungsstellen wenden. Bei privaten Waldbesitzern erfolgt der Nachweis der Antragsfläche über die Unfallversicherung bei der SVLFG.

Die erforderlichen Anträge können bis zum 30. Oktober 2021 gestellt werden.

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich über das im Internet verfügbare Online-Formular. Der Antrag kann ab sofort gestellt werden. Dabei muss das Zertifikat bis zum 30 September 2021 nachgereicht werden. Eine Auszahlung der Prämie erfolgt erst, wenn die Zertifizierung vorliegt.

Die Prämie wird als De-minimis-Beihilfe gewährt. Die Gesamtsumme darf hierbei 200.000 € nicht übersteigen.

 

ILEX – Baum des Jahres 2021 Die Stechpalme ist in der Südeifel weit verbreitet

Das Kuratorium Baum des Jahres hat für 2021 einen Baum gewählt, den sehr viele Menschen sicherlich gut kennen. Man findet die Stechpalme, auch Ilex genannt, oft als Strauch in Gärten. Ihre dunkelgrün glänzenden Blätter haben spitze Stacheln am Blattrand. Aufgrund der leuchtend roten Steinfrüchte ist sie besonders als Weihnachtsschmuck sehr beliebt. Doch Achtung: Die auch „Walddistel“ genannte Pflanze ist gemäß Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Blätter oder Früchte dürfen in der Natur nicht entnommen werden!

Der Name Stechpalme stammt aus einer Zeit, als die immergrünen Blätter der Pflanze am Palmsonntag als „Palmen-Ersatz“ genutzt wurden. Im Mittelalter hat sie zusammen mit dem Wachholder in lichten Wäldern überlebt, weil das Vieh diese wehrhaften Gehölze verschonte.

Die wärmeliebende Pflanze findet man hauptsächlich in Regionen mit milden Wintern. Aufgrund der Klimaerwärmung hat sie sich in den letzten Jahren weiter nach Norden und Osten ausgebreitet.

Martin Lotze, Produktleiter für Waldinformation in den Forstämtern Bitburg und Neuerburg, staunt immer wieder über ein besonderes Phänomen beim Ilex: die Heterophyllie. „Wer sich einen höheren Strauch oder Baum genau anschaut, kann erkennen, dass die Stacheln in der Höhe abnehmen. Ich frage mich, woher die Pflanze wohl weiß, dass es bei uns keine Giraffen gibt?“

Dass die Stechpalme auch ein Baum mit über 10 Metern Höhe werden kann, ist eher unbekannt. Sie ist besonders in den Wäldern der Südeifel sehr häufig zu finden und ist deshalb die Symbolpflanze des Naturparks Südeifel.

 

Hintergrundinfo zum Baum des Jahres

Seit 1989 wird vom „Kuratorium Baum des Jahres“ jährlich ein Baum ausgewählt. Für das Jahr 2021 wurde sogar ein Baumkönig ernannt. Nikolaus Fröhlich wird das ganze Jahr über als Botschafter der „Baum des Jahres Stiftung“ unterwegs sein. Baum des Jahres 2020 ist die Robinie.

 

Die Walnuß - Retterin in der Klimakrise?

Revierleiter Burkard Pickan im Forstrevier Bitburg-Land-Süd macht seit fast 20 Jahren gute Erfahrungen

Waldverjüngung im Klimawandel, das ist derzeit die große Herausforderung für alle Waldbesitzenden und Forstleute. Die Wiederbewaldung der zahlreichen Freiflächen soll dabei möglichst kostengünstig und zukunftssicher sein. Die Walnuss bietet hier große Vorteile. Revierleiter Burkhard Pickan berichtet von seinen Erfahrungen. Hier gehts zum Artikel!

 

Kontakt

Kleiststraße 5
54634 Bitburg

Telefon: 0 65 61 / 94 69 - 0
Fax: 0 65 61 / 94 69 - 26

E-Mail-Kontakt