Schwarzwildschalen; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz
Schwarzwildschalen; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz

Viele unserer einheimischen Tiere sind schwer zu beobachten. Alle hinterlassen jedoch ihre "Visitenkarten" im Boden. Achten Sie doch einmal bei Ihrem nächsten Spaziergang im Wald auf diese "Zeichen" der Tiere.

 

 

 

 

Ente

Spur der Ente; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz
Spur der Ente; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz

Die Spur der Ente, unter Wildkennern "Geläuf" genannt, besitzt drei Zehen nach vorne, die durch Schwimmhäute verbunden sind, und eine nach hinten. Die Schwimmhäute reichen bis zu den verhältnismäßig langen Krallen. Bei der Schwimmenten-Spur (Stockente) ist die mittlere Zehe geradestehend und länger als die beiden äußeren Zehen. 

Fuchs

Fuchsspur; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz
Fuchsspur; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz

Die Fuchsspur in der häufigsten Gangart, dem Schnüren, ist fast wie mit dem Lineal gezogen. Jedoch treten auch andere Spurbilder auf, die zum Teil paarig nebeneinander oder versetzt sein können. Der einzelne Pfotenabdruck ist jedoch leicht an der Form des Hauptballens von der Spur eines Hundes zu unterscheiden. Während der Hauptballen des Hundes eher herzförmig ist, ist der Abdruck des Fuchses rund. Der Pfotenabdruck in seiner Gänze beschreibt beim Fuchs ein „ovales Fünfeck“. Die Kralleneingriffe im Boden sind deutlich zu sehen. Die beiden mittleren Zehenballen sind eng stehend und zwischen Haupt- und Zehenballen sind recht große Zwischenräume.

Rehwild

Trittsiegel des Rehs; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz
Trittsiegel des Rehs; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz

Die Fährte des Rehwildes ist in unseren Wäldern das kleinste Trittsiegel. Von der Dimension her ist das Trittsiegel vier bis fünf Zentimeter lang und etwa drei Zentimeter breit. Die Ausformung ist länglich-herzförmig, schmal und recht spitz. Die Afterklaue ist wie beim Rotwild auch nur bei weichem Boden oder bei flüchtigem Gang zu erkennen. Die Schrittweite beträgt bis zu 45 Zentimeter.

Rotwild

Fährte des Rotwildes; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz
Fährte des Rotwildes; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz

Die Eindrücke der Schalen des Rotwildes werden Fährte genannt. Beim ausgewachsenen Hirsch sind sie sieben bis neun Zentimeter lang und bis zu siebeneinhalb Zentimeter breit. Von der Form her breitoval mit stumpfer Spitze. Die am Lauf sehr hoch ansitzenden Afterklauen, wie die erste und vierte Zehe genannt wird, ist nur bei flüchtiger Gangart und im weichen Boden im Trittsiegel sichtbar.
Beim ziehenden Rotwild (Abbildung) sind die Afterklauen nicht sichtbar, die Schalen geschlossen und die Schrittlänge recht regelmäßig (etwa 50 bis 70 Zentimeter).

Schwarzwild

Fährte des Schwarzwildes; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz
Fährte des Schwarzwildes; Bild: Archiv Landesforsten Rheinland-Pfalz

Die Abdrücke des Schwarzwildes werden, wie bei allem Schalenwild, Fährte genannt. Das Trittsiegel (ein „Fußabdruck“) ist beim erwachsenen Wildschwein trapezförmig und abgerundet. Frischlinge hingegen haben etwas spitzer zulaufende Trittsiegel.
Ausgewachsene Keiler können eine Trittsiegelbreite von bis zu sieben Zentimeter und eine Trittsiegellänge von bis zu neun Zentimeter erreichen.
Die Schrittlänge liegt zwischen 35 und 50 Zentimeter.