Waldökosysteme spielen wegen ihrer Fähigkeit, erhebliche Kohlenstoffmengen zu binden, eine wichtige Rolle im Klimaschutz. Durch die Fotosyntheseleistung nehmen Bäume im Zuge ihres Wachstums Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre auf und speichern es als Kohlenstoff im Holzkörper.

Weitere Kohlenstoffmengen finden sich z.B. in den Bodenpflanzen, den Wurzeln oder dem Humus und in nennenswertem Umfang im Mineralboden.

Im ökosystemaren Kohlenstoffkreislauf herrscht in der Regel ein Fließgleichgewicht. Durch das permanente Wachstum der Bäume wird immer wieder neuer Kohlenstoff gebunden, durch den Einschlag und den Abtransport von Holz im Rahmen nachhaltiger Forstwirtschaft wird Kohlenstoff aus dem Wald ausgetragen.

Die Bilanz ist aktuell positiv, da der Wald durch sein Wachstum und den Vorratsaufbau mehr Kohlenstoff speichert als er durch die Ernte von Holz und andere Faktoren verliert.

Derzeit sind in Rheinland-Pfalz in der oberirdischen Baumbiomasse etwa 75 Mio. Tonnen Kohlenstoff gespeichert, das entspricht etwa 274 Mio. Tonnen Kohlendioxid.
Zum Vergleich: Jährlich emittiert Rheinland-Pfalz etwa 39 Mio. Tonnen Kohlendioxid aus Energieverbrauch.