In den rheinland-pfälzischen Wäldern werden nur drei Viertel des Zuwachses im Zuge der Holzernte genutzt. Der Holzvorrat ist daher weiter angestiegen.

Einem Holzzuwachs von rund 8,7 Millionen Kubikmetern (Vorratsfestmeter) pro Jahr steht eine jährliche Nutzung von etwa 6,3 Millionen Kubikmetern (Vorratsfestmeter) gegenüber.
Bezogen auf einen Hektar Wald werden von den jährlich zuwachsenden 10,7 Kubikmetern (Vorratsfestmeter) Holz 7,8 Kubikmeter geerntet. Die Nutzungsintensität beträgt damit 73 Prozent.

Bei der Fichte wurden pro Jahr ca. 70.000 Kubikmeter (Vorratsfestmeter) oder 3 Prozent mehr Holz genutzt als nachgewachsen ist.

Die hohen Nutzungsmengen bei der Fichte sind einerseits Folge ihrer Labilität und Anfälligkeit als häufig nicht standortgerechte Baumart. So haben in den letzten Jahrzehnten vermehrt große Schadereignisse - zuletzt die Orkane Kyrill (2007) und Xynthia (2010) - zu einem hohen außerplanmäßigem Holzanfall geführt. Auf der anderen Seite ist der Rückgang des Fichtenvorrats die Konsequenz eines aktiv eingeleiteten Waldumbaus mit dem Ziel möglichst naturnaher, vitaler und an den Klimawandel angepasster Wälder.