Der Holzvorrat der Fichte in Rheinland-Pfalz ist in den vergangenen 10 Jahren deutlich um 3,6 Millionen Kubikmeter (Vorratsfestmeter) abgeschmolzen. Das entspricht einem Rückgang von gut 5 Prozent. Trotzdem hat die Fichte immer noch den höchsten Holzvorrat aller Baumarten. Auch die Kiefer hat an Holzvorrat eingebüßt (minus 1,7 Millionen Kubikmeter oder minus 6 Prozent).

Dieser Vorratsabbau bei der vergleichsweise labilen Fichte ist Folge eines systematisch und aktiv eingeleiteten Waldumbaus auch vor dem Hintergrund der Destabilisierung dieser Baumart im Zusammenhang mit den Neuartigen Waldschäden seit den 1980er Jahren. Beschleunigt wurde die Entwicklung durch große Schadereignisse wie zuletzt die Orkane Kyrill (2007) und Xynthia (2010). Ziel ist eine größere Naturnähe sowie die Stabilisierung und Anpassung der Wälder an den Klimawandel.

Aufgrund der durch die Waldinventur nachgewiesenen, erfreulich hohen Laubbaumanteile von fast 60 Prozent wird es künftig möglich, im waldbaulichen Konzept des Staatswalds eingebettet in die natürliche Walddynamik gezielt klimastabile Nadelbaumarten als Mischbaumarten zu berücksichtigen.

Damit kann auch ein Beitrag zur Bereitstellung von benötigtem Nadelholz aus heimischen Wäldern geleistet werden.