Frosch- oder Krötenlaich?

In einigen Gewässern können Sie gerade den Laich von Amphibien entdecken. Hier werden bald Frösche schlüpfen. Während Frösche eher klumpige Ballen wie hier auf dem Bild machen, sind es bei Kröten lange Laichschnüre, die sich durchs Wasser ziehen.

Früher schickte man die Rinder in den Wald

Grinde, Hardt, Holzwiese, Hutung, Hudewald – all das sind historische Namen für die Waldweide. Noch im 18. Jahrhundert schickten Bauern ihr Vieh zum Weiden in den Wald. Daher rühren noch heute viele Ortsnamen. Heute gibt es solche Waldweiden kaum noch, falls Sie aber doch mal Rinder im Wald sehen wollen, kommen Sie in den Pfälzerwald nach St. Martin.
http://www.pfaelzerwald.de/…/2…/10/Ochsentour_St.-Martin.pdf

Pinkeln, als Fangstrategie

Damit ein Fuchs einen Igel packen kann, schubst er ihn ins Wasser - oder pinkelt über ihn drüber. Bei Wasser macht sich der Igel nämlich lang statt sich einzurollen und der Fuchs sticht sich nicht an den Stacheln.

Fastnacht in der Tierwelt?

Fast: Diese Verkleidungskünstler haben eine längere Kampagne: Der Ragwurz, ein Orchideengewächs, tut so als wäre er ein Grabwespenweibchen und verbreitet sogar Sexuallockstoffe. Darauf fliegen die Grabwespenmänchen. Sie bekommen dann aber nicht ♥♥  sondern Pollen.

Der Nagelfleck tut so, als hätte er riesige Augen und auch der Prachtgrüne Bindenspanner setzt auf Tarnung: Er will nicht erkannt werden, wenn er an einem Baumstamm sitzt.

Weil Enten immer kalte Füßen haben, frieren sie nicht fest

Vogelfüße sind immer kalt. Deshalb können die Tiere nicht am Eis festfrieren. Sie bringen das Eis durch die Körperwärme nicht zum Schmelzen.
Wäre das schon so, würden die Füße irgendwann kälter werden, dann würde das Wasser wieder frieren und man klebt am Eis.

 

Kein Futter für Wildtiere

Wir in Rheinland-Pfalz füttern die Wildtiere im Wald nicht. Sie kommen mit dem Winter hier klar. Das gehört zur Natur. Für Fütterungen braucht man eine Ausnahmegenehmigung, diese wird aber nur in Notzeiten erteilt. Der Schnee und die Kälte der letzten Wochen ist keine solche Notzeit.

 

 

 

 

Was ist ein „Schlüpfertypus“?

Ja, das heißt wirklich so. Das Reh gehört zum sogenannten "Schlüpfertypus". Das heißt: Wenn das Reh Gefahr wittert, versucht es schnell ins dichte Unterholz oder Gebüsch zu springen. Sein Körperbau ist so angelegt, dass es gut durchs Dickicht kommt: Die Wirbelsäule fällt leicht nach vorne ab, wodurch das Hinterteil höher als die Schultern liegt.

Außerdem hat das Reh lange Beine, von denen die hinteren im Sprunggelenk eingenickt sind. So kann es gut durchs Dickicht schlüpfen.

Das Reh ist übrigens Tier des Jahres 2019. Mehr Infos dazu gibt es hier: https://www.deutschewildtierstiftung.de/wildtiere/reh

 

 

Let´s talk about ...

Rauschzeit, Brunftzeit, Blattzeit: Wenn Jägerinnen und Jäger von der „Rauschzeit“ sprechen, hat das nichts mit einer wilden Party zu tun. Um die Paarungszeiten der einzelnen Wildtierarten auseinanderzuhalten, gibt es für jede Wildtierart einen eigenen Begriff. So heißt die Paarungszeit der Wildschweine „Rauschzeit“, die des Rehwilds „Blattzeit“ und beim Rotwild spricht man von der „Brunftzeit“.

 

 

 

 

Macht ein Mufflon mäh?

Wie die Stimmen von Wildtieren klingen, erfährt man auf dieser Datenbank. Hier können Sie hören, wie ein Reh bellt, wie ein Mufflon klingt oder verschiedene Vogellaute hören: Klicken Sie dazu links auf „Übersicht“ und geben rechts ein Stichwort ein. Mit Klick auf das Bild ertönt der jeweilige Laut.

http://www.tierstimmenarchiv.de/RefSys/Species.php?&Species=Capreolus%20capreolus&spTypeSelected=c

 

 

 

 

Hoffentlich geht nichts durch die Lappen!

Der Ausdruck ‚durch die Lappen gehen“ kommt aus der Jägersprache. Früher hingen die Jägerinnen und Jäger große Lappen bei der Treibjagd auf - so dass das Wild denkt, dass es hier nicht weiter geht. Die Lappen sollten also eine Art Zaun bilden. Allerdings hat es doch so manches Tier gemerkt, dass man durch den Lappen schlüpfen kann. Es ist dann also entwischt - und "ging durch die Lappen".

 

 

 

 

Rezept: Wildkraftbrühe mit selbstgemachten Rehnudeln

Die Ausstechförmchen sind nicht nur für Plätzchen gut - auch für Nudeln. Wir verraten Ihnen unser Rezept für eine Wildkraftbrühe mit selbstgemachten Rehnudeln
Wildkraftbrühe:
Zutaten:
500 g Wildfleisch
500 g Wildknochen
1 BUND Suppengemüse, Salz, Pfeffer, Gemüsebrühe,
3 Knoblauchzehen, 3 Zwiebeln, 4-6 Lorbeerblätter, 8 Nelken
20 Pfefferkörner rot, schwarz, weiß
10 gedrückte Wacholderbeeren
3 - 4 l Wasser
Nudeln nach Geschmack
Petersilie, Schnittlauch
Zubereitung:
Die Knochen und das Fleisch mit kaltem Wasser in einem großen Topf auf dem Herd aufsetzen. Nach und nach die restlichen Zutaten vorbereiten und dazu geben. Den ersten Schaum abschöpfen. Dann ca. 2 Std. auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis das Fleisch oben schwimmt. Das Fleisch herausnehmen und den Sud durch ein Sieb abschütten. Das Fleisch in kleine Würfel schneiden, beiseite stellen und später in die Suppe geben. Dann die Nudeln kochen und mit Salz, Pfeffer und bei Bedarf mit Gemüsebrühe abschmecken.
Die gekochten Nudeln, etwas frische Petersilie und Schnittlauch vor dem Servieren in die Brühe geben.
Rehnudeln
Zutaten:
4 Eigelbe, 1 Ei, 2 EL Rapskernöl, Salz, ca. 400 g Mehl
Zubereitung:
Das Mehl auf die Arbeitsfläche geben, in der Mitte eine Mulde schaffen, die Eigelbe und das Ei hinein geben, Salz und Öl hinzufügen. Nun werden die Zutaten mithilfe einer Gabel vermischt und dabei immer ein bisschen vom Mehl mit eingearbeitet. Hat die Masse eine knetbare Konsistenz erreicht, kann mit den Händen auf der bemehlten Arbeitsfläche weitergearbeitet werden. Der Teig sollte so lange geknetet werden, bis er elastisch ist, eine glänzende Oberfläche hat und nicht mehr klebt (ca. 10 min).
Ist diese Konsistenz erreicht, wird der Teig zu einem Ball geformt und in Frischhaltefolie gewickelt. Er sollte ca. 30 min bei Zimmertemperatur ruhen.
Nun den Teig zur Weiterverarbeitung auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und den Teigball mit der flachen Hand etwas breit drücken. Anschließend mit einem Nudelholz immer von der Mitte nach außen flach ausrollen, alternativ mit einer Nudelmaschine. Dann die Rehfiguren ausstechen, ca. 2-3 pro Person. Den Restteig zu Schabnudeln verwenden. Die Nudeln in einem großen Topf mit Salzwasser gar kochen und zu der Suppe im Teller geben.

 

 

 

Was gibt´s im Waldladen?

Vom Grillgut bis zur Waldlektüre: Im Laden am Walderlebniszentrum Soonwald (nahe Stromberg) finden Sie leckere Wildprodukte aus der Region und schöne Sachen aus und über den Wald. Die Wildprodukte werden alle in unserem Wildverarbeitungsbetrieb am Forstamt Soonwald in Entenpfuhl hergestellt. Dort haben wir auch ein Wildlädchen.

Übrigens: Viele unserer Forstämter verkaufen Wildbret. Fragen Sie doch mal bei Ihrem Forstamt nach, welche Wildprodukte bei Ihnen in der Nähe verfügbar sind.

Die Öffnungszeiten finden Sie jeweils hier:

https://www.wald-rlp.de/de/forstamt-soonwald/angebote/wildvermarktung/ (Wildprodukte)

https://www.wald-rlp.de/de/pool/walderlebniszentrum-soonwald/wir/im-waldladen/ (Wildprodukte, Bücher, Deko etc.)

 

 

Was ist eigentlich Schalenwild?

Die Forstleute und Jägerinnen und Jäger meinen damit Tiere mit "Schalen", so nennt man die Klauen von Paarhufern, die dem Jagdrecht unterliegen.

 

 

 

 

Wer war Hubertus?

Am 3. November ist der Tag des Heiligen Hubertus. Er ist der Schutzpatron der Jägerinnen und Jäger und steht für Besonnenheit bei der Jagd.