Pfalz und Pfälzerwald – Wie Landschaften zu ihrem Namen kamen

Vortragsveranstaltung im Haus der Nachhaltigkeit - Eintritt frei!

Am 21. Oktober geht Klaus Hünerfauth in Johanniskreuz der Frage nach: Wie entstanden die heute geläufigen Namen Pfalz und Pfälzerwald, wie nannte man die Regionen früher und nach welchen Kriterien wurden diese Landschaften im Laufe der Zeit abgegrenzt? In dem Vortrag mit anschließender Diskussion beschreitet der durch viele Veröffentlichungen und Vorträge bekannte Diplom-Geograph aus Neustadt/Weinstraße dabei einen etwas außergewöhnlichen Weg. Seine Ausführungen stützt er auf historische Darstellungen und geografische Karten sowie die dort vermerkten Ortsbezeichnungen. Er betrachtet dabei das heutige Gebiet des Pfälzerwaldes, der Pfalz und der angrenzenden Randbereiche im südwestdeutschen Raum. Die von ihm recherchierten Quellen spannen einen Bogen von der Zeit der Römer bis in die Neuzeit. Die historischen, auch ästhetisch ansprechenden Karten, wurden bis ins 19. Jahrhundert von Hand gezeichnet. Sie sind oft farbprächtig, aber meist ohne Maßstab und nicht genordet wie in der heutigen Kartografie üblich. Den Gästen begegnen dort alte Namen wie nigra silva (Schwarzwald), spira (Speyer) oder hundsruck (Hundsrück). Bei manchen Nennungen wird zudem deutlich, dass die Wichtigkeit einzelner Orte vor einigen hundert Jahren wohl noch eine ganz andere war, als dies heute der Fall ist. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr und dauert rund 90 Minuten. Der Eintritt ist frei!

Mit „Pfalz und Pfälzerwald – Wie Landschaften zu ihrem Namen kamen“ beschließt das Haus der Nachhaltigkeit seine Angebote, die an die Entstehung des Landschaftsnamens Pfälzerwald vor 175 Jahren erinnern sollten. Damals, 1843, trafen sich bayrisch-pfälzische Forstleute im heutigen Kulturdenkmal „Altes Forsthaus Johanniskreuz“. Die hochrangige Kommission verabschiedete erstmals umfassende Bewirtschaftungsregeln für den Pfälzerwald, die später in einer verwaltungsinternen Publikation erschienen sind. Mehr beiläufig gaben sie damals den „Waldungen auf dem bunten Sandsteingebirge der Pfalz“ den Namen „Pfälzerwald“ – wohlgemerkt: in der zusammenhängenden Schreibweise.