Nachdruck der „Forstlich-charakteristischen Skizze …“ erschienen

Landesforsten und das Haus der Nachhaltigkeit geben das forsthistorische Dokument mit der Ersterwähnung des Landschaftsnames Pfälzerwald neu heraus.

Vor 175 Jahren, im August 1843, verabschiedeten pfälzisch-bayrischer Forstleute bei einer mehrtägigen Zusammenkunft in Johanniskreuz erstmals umfassende Bewirtschaftungsregeln für den Pfälzerwald, die zwei Jahre später in einer verwaltungsinternen Publikation erschienen sind. Vermutlich handelt es sich dabei auch um die erste geografische Beschreibung des Gebietes, das heute das Prädikat eines UNESCO-Biosphärenreservats trägt. Mehr beiläufig gaben sie den „Waldungen auf dem bunten Sandsteingebirge der Pfalz“ bei dieser Gelegenheit den Namen „Pfälzerwald“ – wohlgemerkt: in der zusammenhängenden Schreibweise. Das Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde, der Träger des Biosphärenreservats Pfälzerwald, beide beim Bezirksverband Pfalz, und Landesforsten Rheinland-Pfalz haben dieses für eine ganze Region identitätsstiftende Ereignis bereits im Juni diesen Jahres mit einer Fachtagung gewürdigt. Zum Abschluss des Jubiläumsjahres 2018 legt Landesforsten Rheinland-Pfalz über das Haus der Nachhaltigkeit einen Nachdruck in einer hochwertigen Hardcover-Ausgabe vor.

Das 120 Seiten umfassende Buch beinhaltet im Kern den Originaltext in dem damals üblichen Schrifttyp und im zeitgenössischen Layout, genau so wie dieses Werk von der Buchdruckerei Daniel Kranzbühler 1845 in Speyer verlegt wurde. Dieser Hauptteil wird von einer forst- und kulturhistorischen Bewertung am Anfang und durch eine Biografie des Kommissionsvorsitzenden Christian Albert von Schultze, der Beschreibung der Jubiläumsfachtagung, einem Zeitungsbeitrag, und einer Zeittafel zum heutigen Kulturdenkmal „Altes Forsthaus Johanniskreuz“ am Ende eingerahmt.

Das in limitierter Auflage erschienene Buch kann im Pfälzer Waldladen des Hauses der Nachhaltigkeit zum Stückpreis von 21,95 Euro erworben werden.