Frühlingswald © igreen.de / Jonathan Fieber

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Was ist ein Marteloskop?

Marteloskope bilden den Rahmen für ein innovatives waldbauliches Lehr- und Lernkonzept. Es handelt sich um 1 Hektar große Waldflächen. Alle Bäume dieser Flächen sind kartiert und werden mit allen relevanten Daten aufgenommen. Dazu zählen nicht nur Messdaten wie Höhe, Durchmesser oder Kronenansatz, sondern auch ökologische Merkmale wie Baumhöhlen, Totholzanteile oder Flechtenbesatz. Diese Mikrohabitate werden mit Gewichtungsfaktoren erfasst. Auch der auf dem regionalen Holzmarkt zu erlangende erntekostenfreie Erlös des Baumes ist hinterlegt. Somit sind sowohl der ökonomische, als auch der ökologische Wert jedes Einzelbaumes bestimmt

Martelskope sind Trainingsflächen für waldbauliche Übungen. In Tablet-PC´s lassen sich mit der speziellen Software „Integrate+“ vor Ort virtuelle Eingriffe in den Bestand simulieren, auswerten, vergleichen und diskutieren.

Mateloskope dienen aber nicht nur der waldbaulichen Ausbildung. Sie bieten auch die Möglichkeit, interessierten Gruppen wie Naturschutzverbänden oder Waldbauvereinen Einblick in waldbauliche Vorgehensweisen unter verschiedenen Zielsetzungen zu gewähren - einschließlich der direkten ökologischen und ökonomischen Folgen.

Das Konzept der Marteloskope wurde ursprünglich in Frankreich entwickelt. Der Name leitet sich aus dem Begriff „martelage“ (Hiebsauszeichnung) ab. Klassisch wurde hierzu der Waldhammer („marteaux“) verwendet.

Europaweit gibt es über 40 Marteloskope in unterschiedlichsten Waldbeständen. Vier davon befinden sich in Rheinland-Pfalz.

Ausfürliche Informationen:

Mit „Marteloskopen“lehren und lernen (AFZ 4/2018)

History: from Integrate to INFORMAR (Informationen zur Projektgeschichte)

Projekthomepage: https://informar.eu/

 

Marteloskop Viergemeindewald