Der Aufbau unserer Wälder und ihr heutiger Zustand ist das Ergebnis einer mehrhundertjährigen Entwicklung:

  • Von Natur aus stockten auf den Standorten im Rheinischen Schiefergebierge dichte Laubmischwälder, vor allem aus Eichen, Buchen, Hainbuchen und Birken.
  • Überzogene Holznutzungen und Waldverwüstungen führten bis ins 18. Jahrhundert zu einem starken Schwund der Waldfläche, der Holzvorräte und zu einem Anstieg der Ödländereien. Die Eifel war im 18. Jahrhundert bis zu 40% mit Ödland bedeckt.
  • Nach dem Wiener Kongress 1815 kam die Rheinprovinz zu Preußen. Für die Eifel wurde ein Wiederaufforstungsprogramm begonnen. Auf den stark devastierten Standorten wurde in erster Linie die Fichte gepflanzt, da Anbauversuche mit den anspruchsvolleren Laubhölzern fehlschlugen.
  • Die natürlichen Grundlagen im Forstamt Wittlich begünstigen wärmeliebende Baumarten mit einem relativ geringen Anspruch an die Wasserversorgung. Die Fichtenbestände wurden daher seit der Wiederaufforstung der Eifel im 19. Jahrhundert vielfach in Traubeneiche-, Buchen- und Douglasienbestände umgebaut.