Ein heutiges Einfamilienhaus benötigt zur Deckung seines Wärmebedarfs in der Regel eine Heizungsanlage mit einer Nennwärmeleistung im Bereich zwischen 10 und 20 Kilowatt. Für die Errichtung, die Beschaffenheit und den Betrieb von Anlagen dieser Leistung gelten die Vorschriften der Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen (1. Bundesimmisionsschutzverordnung).

In Paragraf 6 der 1. Bundesimmisionsschutzverordnung sind die folgenden, für den Nutzer einer Holzfeuerungsanlage besonders wichtigen, Anforderungen festgelegt:
Absatz 1: Grenzwerte für Staub und Kohlenmonoxid (CO) müssen eingehalten werden.
Absatz 2: Verbrennung von beschichtetem, mit Holzschutzmitteln behandeltem oder anderweitig belastetem Holz ist verboten.
Absatz 3: Handbeschickte Holzfeuerungsanlagen mit flüssigem Wärmeträgermedium dürfen nur bei Volllast betrieben werden. Die überschüssige Wärme soll von einem ausreichend bemessenen Wärmespeicher (Pufferspeicher) aufgenommen werden.

Beim Bau von Schornsteinen ist des weiteren die Richtlinie VDI 3781 Blatt 4 zu beachten. Der Schornstein muss ausreichend hoch und auf voller Länge gegen Wärmeverluste geschützt sein, damit die Rauchgase ungehindert abgeführt werden können.
Der Schornstein dient zum Überwinden der rauchgasseitigen Widerstände beim Eintritt der Abgase aus dem Ofenrohr und zur Abführung der Verbrennungsgase. Bei Vorhandensein eines weiteren Zuges kann er auch die Verbrennungsluft zuführen.

Die zur Zeit oftmals nachträglich errichten Edelstahlschornsteine gelten als bauliche Anlagen und sind baugenehmigungspflichtig. Deshalb bitte bei der Bauverwaltung Ihrer Verbandsgemeinde bzw. Kreisverwaltung (Stadtverwaltung) nachfragen.
Er muss den nachfolgend aufgeführten Mindestquerschnitt haben, da ansonsten eine gefahrbringende Verengung durch Rußbildung erfolgen könnte:
Festbrennstoffkessel : 18 mal 18 Zentimeter; Kaminofen:  16 mal 16 Zentimeter.

Die genaue Berechnung erfolgt durch den Schornsteinfeger mittels der Kesseldaten und anhand Abgastemperatur, Abgasmassenstrom und Mindestzug.

Messpflicht von Feuerstätten
Zur Zeit gilt noch die unten stehende Regelung betreffend der Messpflicht von Feuerstätten. Diese ist jedoch im Wandel. Wegen der verstärkt geführten Diskussion um Feinstaubbelastungen soll die Messpflicht von Feuerstätten zukünftig unabhängig von der Leistung des Kessels durchgeführt werden.

Zur Zeit noch gültige Regelung:
- Unter 15 Kilowatt keine Messpflicht:
erlaubte Brennstoffe sind nur Kohle, Torf oder naturbelassenes Holz. Es erfolgt lediglich eine Prüfung der Abgasfahne im Dauerbetrieb.
- Ab 15 Kilowatt Erstmessung erforderlich, Staubemission unter 0,15 Gramm pro Kubikmeter, CO bis 50 Kilowatt maximal 4 Gramm pro Kubikmeter, jährlich wiederkehrende Messung bei mechanisch beschickten Anlagen  (z.B.: Pelletheizung).

Der Schornstein muss abhängig von der Intensität der Nutzung und der Verbrennungsqualität 1- bis 4-mal jährlich gereinigt werden.
Somit bleibt die Funktionsfähigkeit des Schornsteins erhalten. Durch das Entfernen des unverbrannten Kohlenstoffs in Form von Ruß wird die Kaminbrandgefahr stark reduziert.