LAGE UND GRÖSSE

Das Forstamt Soonwald erstreckt sich von den Soonwaldkämmen auf der
Hunsrückhöhenfläche bis ins Naheland und liegt zwischen den Städten
BAD KREUZNACH und SIMMERN.

Die Forstamtsfläche beträgt 20.300 ha, davon sind 9.300 ha Staatswald,
7.500 ha Kummunalwald und 3.500 ha Privatwald.

In 10 Revieren werden ca. 3.000 Waldbesitzer und 45 Betriebe betreut,darunter
35 Gemeinden und 3 Städten in 5 Verbandsgemeinden und 2 Landkreisen.

 

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Windwurf im Soonwald
Windwurf im Soonwald
© Landesforsten.RLP.de/Sebastian Kuchenbecker

GESCHICHTE

Der Soonwald wurde schon in keltisch/römischer Zeitals Lieferant für Bau- und Brennholz genutzt. Sein Name entwickelte sich aus dem Wort "Sanwald" (="Hutewald"), einer historischen Nutzungsform, die lange Zeit zur Übernutzung der Wälder führte.

Aber auch durch intensive Holzkohle- und Lohegewinnung wurde Raubbau am Wald betrieben, durch den viele Flächen verödeten. Noch heute existieren Hutewaldreste aus alten Eichen, Buchen, Eschen, Ahorne, Erlen und Birken, die unter Naturschutz stehen.

Sei dem 19. Jahrhundert wurden die devastierten Böden durch die Preußen großflächig mit Fichtenreinbeständen aufgeforstet. Wegen ihres raschen Wachstums
und ihrer wirtschaftlichen Bedeutung nahm ihr Flächenanteil bis in die
1980er Jahre beständig zu.

Durch die Orkane Vivian und Wiebke wurden auf 2.000 ha 1 Mio. Efm Holz geworfen.
Diese Flächen wurden anschließend mit laubholzreichen Mischbeständen                 
                                                                            neubegründet. Die Wälder des heutigen Soonwaldes kommen dem Urzustand in der
                                                                            Baumartenzusammensetzung wider sehr nah. Das Forstamt ist heute FSC und PEFC
                                                                            zertifiziert.

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NATURSCHUTZFLÄCHEN

Bei der Bewirtschaftung müssen zahlreiche Waldfunktionen beachtet werden.
Unter anderem müssen au frund 8.000 ha besondere Belange des Naturschutzes berücksichtigt werden:

  • ca. 6.000 ha FFH Gebiet
  • ca. 800 ha Vogelschutzgebiet
  • ca. 550 ha Naturschutzgebiet
  • ca. 500 ha § 28 LNatschG Flächen



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NATÜRLICHE GRUNDLAGEN

Die Forstamtsfläche liegt in drei Wuchsgebieten und sechs Wuchsbezirken.

Nordteil: ca. 35% liegen im Wuchsgebiet "Hunsrück"; Wuchsbezirk "Soonwald"
Mitte und Südosten
: ca. 50% liegen im Wuchsgebiet "Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Ebene" im Wuchsbezirk: "Unteres Naheland"
Süden und Südwest
: ca. 15% liegen im "Saar-Nahe-Bergland" in den Wuchsbezirken "Norspfälzer Bergland" und "Soonwaldvorstufe"


Unsere geologischen Ausgangssubstrate

Im Hunsrückbereich:
    - Unterdevonischer aunusquarzit und Tonschiefer
    - Tertiäre Verwitterungslehme und quartäre Fließerden
Nordwesten: Kiese des Teriärs
Im Nahebereicht: Rotliegendes aus dem Perm
Bad Kreuznach: saure Magmatite des Karbons

Unsere Böden

Vorwiegend Braunerden und Parabraunerden
In den Hochlagen:
     - Flächige Pseudovergleyung
     - Zahlreiche Quellbereiche
Seltener Podsole, Stagnogleye oder Übergangsmoore

Unsere Waldgesellschaften

Hauptsächlich: typische Hainsimsen- und Flattergras-Heinsimsen-Buchenwälder
Auf einigen Standorten
: Waldmeister (Perlfras-)Buchenwälder, thermophile Trockenwälder oder thermophile Eichen-Buchenwälder, Eichen-Hainbuchewälder oder Birken-Traubeneichenwälder
In den Talauen
: Sternmieren-Hainbuchen-Eichenwälder

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