Das Frühjahr ist die Zeit der Jungtiere. Vögel bauen ihre Nester, legen ihre Eier hinein und brüten sie aus, Hasen und andere Wildtiere setzen ihr Jungen in Wald und Feld.

Oft treffen wir Menschen dann scheinbar verlassene arme Jungtiere bei Spaziergängen an. Meist sind dies aber keine verlassenen Jungtiere. Die Elterntiere sind nur auf Nahrungssuche und lassen ihren Nachwuchs zurück. Die Elterntiere warten nur darauf, dass wir Menschen weitergehen und sie zu ihrem Nachwuchs zurück kommen zu können.

Sind sie ein wahrer Tierfreund, lassen sie die Finger weg von vermutlich "verwaisten“ Jungtieren.

 Wilde Jungtiere aufzuziehen und dann wieder in “Freiheit“ zu entlassen ist erfolgreich in der Regel nicht möglich. So werden immer wieder junge Amseln, Hasen, Rehkitze aber auch junge Wildkatzen und andere Wildtiere zu Tierärzten gebracht. Auch diese können nicht recht helfen, außer die „Helfer“ über ihren Fehler aufzuklären. In der Regel unterstehen diese Tiere sogar dem besonderen Artenschutz und dürfen gar nicht der Natur entnommen werden. Die entsprechenden Verhaltensregeln sind im Bundesnaturschutzgesetz §§ 39 und 44 klar geregelt und unter Strafe gestellt.

Folgenschwerer sind aber gerade in dieser Zeit frei laufende Katzen und Hunde. Jungtiere sind diesen dann hilflos ausgeliefert. Daher nehmen sie ihren Hund an die Leine. Die Natur dankt es ihnen, wenn sie sich am Gesang der Amsel am Abend erfreuen können.