... nein Danke!

In unserer Gesellschaft werden Holzfußböden, Holzmöbel, Instrumente aus seltenen Holzarten und der behaglich Brennholzofen im Wohnzimmer als Ausdruck besonderer Lebensqualität und Umweltverträglichkeit wert geschätzt. Das Fällen von Bäumen im Wald wird jedoch zunehmend als zerstörerischer Eingriff in die Natur wahrgenommen. Das ist paradox, denn Holz wächst nur an Holz – Holz wächst nur „auf Bäumen“.

Vielleicht hat es damit zu tun, dass dies heimlich still und leise geschieht. Niemand merkt, dass im Laufe eines Jahres zwischen 5 und 15 Kubikmeter („Festmeter“) Holz je Jahr und Hektar zusätzlich nachwachsen. Wenn dagegen Holz „geerntet“ wird, hört man die Motorsägen, sieht die Baumstämme am Wegesrand liegen und muss vielleicht sogar dem großen Holz- L K W beim Wandern auf dem Waldweg Platz machen.

Dabei gilt für alle Waldbesitzer: Der Wald darf nur nachhaltig genutzt werden, das bedeutet, es darf nur soviel eingeschlagen werden, wie auch nachwächst. In der Praxis wird dabei tatsächlich meist weniger eingeschlagen.

Übrigens: Nicht alle mit einer Markierung versehenen Bäume sollen gefällt werden: Mit weißer Farbe werden beispielsweise lediglich die Schneisen markiert, auf denen der Forstschlepper fahren darf („Rückegassen“). Auch die wertvollen „Zukunftsbäume“ („Z-Bäume“), deren Konkurrenten bei den Durchforstungsarbeiten gefällt werden, erhalten eine Markierung mit einem weißen Ring.