Die Rolle des Waldes als einer Form von Eigentum ist der Bevölkerung kaum mehr bewusst. Sie schätzt die Wirkungen und Leistungen des Waldes inklusive des Produktes Holz, steht jedoch beispielsweise seiner Produktion skeptisch gegenüber. 
Ganz anders stellt es sich aus der Sicht des aktiven Waldbesitzers dar, der seinem legitimen Wunsch nach Nutzung seines Eigentums nachkommen will.

Dabei hat der Staatswald vorbildlich zu wirtschaften und dem Gemeinwohl in besonderem Maße zu dienen. Gleichwohl soll er bei der erwerbswirtschaftlich ausgerichteten Bewirtschaftung zumindest die volle Kostendeckung erreichen.

Der Körperschaftswald ist dem Gemeinwohl verpflichtet. Der Gemeindewald im besonderen hat den Interessen der Gemeinde und der örtlichen Bevölkerung zu dienen, als Teil des Gemeindevermögens ist er zu erhalten.

Für den Privatwald gelten die Grundprinzipien der Forstwirtschaft, dargelegt im LWaldG.

Die 1/3-Bewaldung im Forstamt fügt sich für das Auge des Besuchers abwechslungs- und strukturreich in das Landschaftsbild ein. Ganz anders offenbart es sich dem Betrachter „von innen“.

Die größte Besonderheit hat der Staatswald vorzuweisen. Mit dem Wirtschaftsaufschwung in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts fielen steile oder ertragsschwache Flächen aus der landwirtschaftlichen Nutzung. Initiiert durch einen Landtagsbeschluss erhielt das damalige Forstamt Lauterecken den Auftrag, derartige Flächen in der gesamten Nordpfalz anzukaufen und aufzuforsten. „Wildwuchs“ und das Wachstum der „Derner“ (Dornen- und Stachelgewächse) galten damals als Bedrohung für die Kulturlandschaft. 
ca. 5.000 Hektar solcher Flächen wurden in der Nordpfalz erworben.
Der Staatswald des heutigen Forstamt Kusel ist geprägt von dieser Entwicklung. Verteilt auf 68 (!) Gemarkungen gliedern sich die Flächen folgendermaßen:

1300 Hektar: alter Staatswald um Lauterecken und Wolfstein
  710 Hektar: Ankaufswald
1040 Hektar: Aufforstungen seit 1970 mit Eiche, Kirsche, Ahorn, Linde, 
                      Buche, Edelkastanie, Esche, Sorbusarten, Douglasie, Lärche 
               ...    auf angekauften Flächen mit hinlänglicher Anordnung
  390 Hektar: Sukzession in verschiedenen Stadien – oft in extremer
                      Parzellierung
    80 Hektar: Samengärten und Versuchsflächen der FAWF Trippstadt
  110 Hektar: aufforstungsfähiges Offenland
  100 Hektar: Leitungstrassen, Lagerplätze ..., Verpachtete Flächen
3730 Hektar  Landesforstbetrieb

Eine Schwerpunktaufgabe von heute und künftiger Jahrzehnte besteht in der Sicherung dieses extrem parzellierten Grundeigentums durch Ankauf, Verkauf und Tausch.

Die Einzelbetriebsflächen von 95 Ortsgemeinden addieren sich auf 8.800 Hektar Gemeindewald, die jeweils nochmals in mehrere Waldinseln aufgeteilt sind.

Die 5.000 Hektar Privatwald gehören 18.000 Eigentümern und sind folglich derart zerstückelt, dass sie weder als Eigentum noch als Fläche für die Bodennutzung von Bedeutung sein können.

Dieses kleinstrukturierte Waldgefüge erschwert bzw. vereitelt die aktive Entwicklung unserer Wälder. Es mutet schon eigenartig an, wenn beispielsweise die Anlage von 20 Hektar Energieholzschnellwuchsplantage die Aufmerksamkeit erregt und gleichzeitig ca. 6.000 Hektar Wald einer naturnah angelegten Nutzung aufgrund der Eigentumsstruktur oder mangels Erschließungsmöglichkeiten verschlossen bleibt.
Eine Schwerpunktaufgabe von heute und künftiger Jahrzehnte besteht in der Sicherung dieses extrem parzellierten Grundeigentums durch Ankauf, Verkauf und Tausch.