Unsere Grundlagen – worauf wir bauen:

Das Forstamt Kusel umfasst die kollin geprägten Berg- und Hügellandschaften beiderseits des Oberlaufs des Glans. Darüber hinaus ragen der Königsberg, Hermannsberg und Potzberg, sowie die Preußischen Berge mit ihren submontanen Standortsverhältnissen.
Eine weitere Besonderheit bieten die Ausläufer der pfälzischen Moorniederung bei Waldmohr.

Dieses abwechslungsreiche Landschaftsrelief ist aus karbonischen und permischen Gesteinen aufgebaut, gelegen unter den Sandsteinbänken des Pfälzerwaldes. Über die weichen Braunerde-, Pelosol-Lehmböden des Rotliegenden ragen die harten Lavadecken aus basischen oder sauren Magmen, die einerseits zu Bodengrus zerfallen oder sehr skelettreich bleiben. Wegen ihrer Verwitterungsbeständigkeit erheben sie sich über das allgemeine Geländeniveau.

Die geologische Vielfalt wird erweitert durch die Bandbreiten von Niederschlag und Temperatur.
Die Niederschläge bewegen sich zwischen 600 und 850 mm/Jahr, im Mittel werden 750 mm/Jahr gemessen. Davon fallen nur ca. 300 – 400 mm/Jahr während der Vegetationszeit.

Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 8,5 ° Celsius, während der Vegetationszeit bei 15 ° Celsius. Auf den höchsten Erhebungen ist sie über 1° Celsius tiefer.

Diese Vielfalt an geologischen Voraussetzungen und Wettersituationen spiegelt sich im Landschaftsrelief und im Artenreichtum der naturnahen Wälder.
Je nach Basenversorgung bevorzugt die natürliche Vegetation des Hainsimsen- bzw. Perlgras-Buchenwald. Folglich prägen Buchen und Eichen unsere Wälder, doch die Vielfalt der ökologischen Nischen lassen bei uns 40 Baumarten wachsen. Zusammen mit den Feldgehölzen und artenreichen Waldrändern leuchten sie im Frühjahr und Herbst mit einer außerordentlichen Farbenpracht. Wir hoffen, dass diese Waldökosysteme plastisch genug sind, um künftigen Herausforderungen gewachsen zu sein.