Traditionsgemäß verkauft das Forstamt Kusel an jedem ersten Samstag im Februar
ab 10:00 Uhr Stammhölzer aus heimischen Wäldern an interessierte Privatpersonen.
Der Holzverkauf findet alljährlich auf dem Holzlagerplatz „Staudacker“, direkt an der B 270 zwischen Heinzenhausen und Reckweilerhof, statt.

Angesprochen sind  Hobbyschreiner, Drechsler, Heimwerker und sonstige „Holzwürmer“.
Das Forstamt bietet ausgesuchte Stämme der Baumarten Bergahorn, Buche, Eiche, Esche, Kirsche, Robinie, Douglasie, Fichte, Kiefer, Lärche, Tanne, alles was gerade in dem jeweiligen Jahr anfällt an.
Insbesondere die selteneren heimischen Baumarten kann man nicht im Baumarkt kaufen. Da sich außerdem alle Stämme durch Farbe, Maserstruktur und Astigkeit unterscheiden, sind individuelle Schnittbilder garantiert.
Die angebotenen Bäume sind alle im hiesigen Forstamtsbereich gewachsen. Somit wird die Umwelt durch die geringe Transportentfernung nur wenig belastet.
Als besonderen Service organisiert das Forstamt nach dem Verkauf den Holztransport zum Sägewerk, wo die Hölzer nach den Wünschen des jeweiligen Käufers eingeschnitten werden. Vom Forstamt wird eine Transportkostenpauschale je Stamm berechnet.

Heimisches Holz vom Förster – mach was draus !

Mit obiger Aktion wollen wir einerseits Holz verkaufen, das bei gewerblichen Kunden keinen Absatz finden kann, weil

  • keine LKW-Ladung zusammenkommt oder
  • dieses Qualitätssegment gerade nicht nachgefragt wird.

Absolut gesehen macht es allerdings weniger als 1% der von uns jährlich zu verkaufenden Holzmenge aus.
Andererseits kommt diesem Termin weit mehr Bedeutung zu, als es über die anteilige Holzmenge am Gesamteinschlag zum Ausdruck kommt.

Der private Bastler kommt an Holzarten, die er im Baumarkt nicht erwerben kann (siehe Liste)

Er bekommt kein durch die Wege des Holzhandel ausselektiertes und damit uniformiertes Produkt, sondern Holz mit vielfältigen Schnittbildern (Äste, Narben, Verfärbungen ...). Damit erwirbt er Holz mit Charakter, mit Individualität – Holz mit dem man eine Beziehung aufbauen kann.

Das Holz wird im Sägewerk nach den individuellen Wünschen des Kunden eingeschnitten – für seinen Verwendungszweck. Zuhause muss er es zum Trocknen „aufhölzeln“, er nimmt es in die Hand, er beobachtet, wie es beim Trocknen sich nach Form und Farbe verändert – Pläne zur Bearbeitung reifen. Auch dadurch wird es „sein Holz“. Daraus wird dann später sein Möbel- oder Bastlerstück.

Er hat das Holz beim Förster gekauft; es kommt aus dem dortigen Wald – ein Holz der kurzen Wege. „Holz“  und  „Wald“  werden positiv verknüpft. Damit überwindet er den uns bekannten „Schlachthauseffekt“: Das Haus aus Holz oder das Holz im Haus wird als behaglich empfunden, doch im Wald spaziert man nach der Devise: Baum ab – nein danke.

Es wird ihm (hoffentlich) bewusst, dass zur Entstehung dieses Holzes durch die Photosynthese des Baumes das Treibhausgas CO2 gebunden wurde. Dies bleibt so lange fixiert, so lange sein Werkstück erhalten bleibt. Damit wird die nachhaltige Nutzung des „Holzes als Solarprodukt“ zur Umweltleistung.

Wir glauben, diese Gedanken sind es wert, vermittelt zu werden. Wir freuen uns, wenn Sie uns dabei unterstützen.