CO2 – Senkenleistung des Waldes
Bei der Bildung von Holz und Biomasse wird durch den Prozess der Photosynthese CO2 aus der Luft aufgenommen, Wasser mit Nährsalzen aus dem Boden gezogen und unter Sonnenenergie Holz und Biomasse gebildet.
Holz besteht zu 50 Prozent aus Kohlenstoff, der aus dem CO2 der Atmosphäre stammt.

Von den 900 Mio. Tonnen pro Jahr CO2 Emissionen europaweit werden etwa 15 Prozent vom Wald aufgenommen und im Holz eingelagert.
Ein Teil davon wird durch die Holznutzung wieder dem Wald entnommen und dient in dem jeweiligen Holzprodukt als „Kohlenstoffspeicher“ vor.  Erst beim Verbrennen oder beim biologischen Abbau des Holzes wird der Kohlenstoff als CO2 wieder frei. Die „Nettospeicherung“ von Kohlenstoff im Wald beträgt in Europa etwa 3 Prozent der jährlichen Emission.

Substitutionseffekt der Holzverwendung
Dank der Verwendung von Holz können CO2 – Emissionen vermieden werden, welche bei der Verwendung anderer Rohstoffe vermehrt erzeugt würden. Ein solcher Effekt tritt sowohl auf, wenn Holz zur Herstellung von Gütern genutzt wird (materielle Substitution), weil die Herstellung von gleichwertigen Gütern aus anderen Materialien meist energieintensiver ist, als auch bei der Verwendung von Holz für energetische Zwecke (energetische Substitution), wobei fossile Brennstoffe substituiert werden.

Der Substitutionseffekt bei der Verwendung von Holz übertrifft die Senkenleistung des Waldes bezüglich der CO2-Vermeidung. Allein die Brennholzbereitstellung im Forstamt Kusel in der Größenordnung von 25.000 Festmeter Brennholz ersetzt 7,5 Mio. Liter Heizöl (!) und dies bei etwa 25 Prozent des Ölpreises.