Kernzonen - was ist das?

Die UNESCO verlieh dem Naturpark Pfälzerwald im Jahre 1992 die Anerkennung als Biosphärenreservat - eines von 15 Biosphärenreservaten in Deutschland. 1998 folgte der Zusammenschluss mit dem benachbarten französischen Naturpark zum grenzüberschreitenden Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen Damit wurde eine Naturregion von insgesamt 310.000 Hektar zusammengeführt, die im wahrsten Sinne des Wortes zusammengehört. Schließlich haben der an Frankreich grenzende südliche Pfälzerwald, der Wasgau, und die Vogesen, französisch Vosges, sprachlich den gleichen Ursprung. In diesem größten zusammenhängenden Waldgebiet Westeuropas konnten sich viele Tierarten ihren Lebensraum erhalten. Seit einiger Zeit streifen auch Luchse wieder durch den Pfälzerwald.

"Kernzone " ist ein Begriff aus der Landesverordnung über den Naturpark Pfälzerwald als deutscher Teil des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen aus dem Jahr 2007. Die Verordnung weist im Pfälzerwald auf insgesamt 3739 Hektar Gebiete aus, in denen sichdie Natur ohne menschliche Eingriffe entwickeln kann und sich letztendlich eine regelrechte Wildnis herausbilden  wird. Diese Gebiete sollen auch vom Menschen möglichst nicht mehr betreten werden und dürfen nur auf eigens ausgewiesenen Wegen durchquert werden. Diese Gebiete werden als Kernzonen bezeichnet. 

Kernzonen - gibt es auch welche um Kaiserslautern?

Im Staatswald des Forstamts gibt es auf der Gemarkung Waldleiningen die Kernzonen "Haidbrunnen", "Eulenhald" und "Großer Berg" mit zusammen 96 Hektar. 

Im Stadtwald Kaiserslautern liegt die Kernzone "Humberg" mit 77 Hektar auf die drei Teilbereiche "Humberg" (63 ha),"Letzbach" (9 ha) und "Pauschruhe" (5 ha) verteilt. 

Zum Beginn des Jahres 2011 wurden Hinweistafeln zur Markierung der Grenzen der Kernzonen aufgestellt. Damit verbunden werden dann Wege stillgelegt und das freie Betreten zugunsten unberührter Natur eingeschränkt.