Kaiserslautern,

eine Stadt, die einiges zu bieten hat.

  •  Eine Technische Universität mit Fraunhofer Institut,
  •  Fußball im Fritz-Walter-Stadion,
  •  das lange Zeit höchste Rathaus der Bundesrepublik
  •  und rundum eine Menge Wald mit seinen vielfältigen Funktionen
    »  der Erholung
    »  als Trinkwasserspeicher
    »  als Lebensraum
    »  als "grüne Lunge"
    »  zur Holzgewinnung

Zu Recht schmückt sich Kaiserslautern mit dem Titel "Die Stadt im grünen Kranz der Wälder".

Weit über die Stadtgemarkung hinaus erstreckt sich in den Verbandsgemeinden Hochspeyer, Kaiserslautern-Süd und Landstuhl das Biosphärenreservat Pfälzerwald, das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands. Der nährstoffarme Buntsandsteinsockel des Pfälzerwaldes hat den Wald bis in unsere Zeit nahezu geschlossen erhalten. Das kleine Walddorf "Waldleiningen" weist mit 98 Prozent Waldanteilen innerhalb der Gemarkung den höchsten Waldanteil Deutschlands auf. Der Wald besteht überwiegend aus Mischwald. Die Eiche des Pfälzerwaldes ist in der Holzindustrie weltweit bekannt und gefragt, nicht zuletzt als Fassholz für den Ausbau von Barrique-Weinen.

Im Südwesten des Forstamtsgebietes, in den Verbandsgemeinden Landstuhl und Bruchmühlbach-Miesau findet sich das Wuchsgebiet der "Westricher Hochfläche", nach dessen früheren Lehnsherrn Franz von Sickingen auch "Sickinger Höhe" genannt. Die fruchtbaren Böden des Oberen Buntsandsteins, teilweise auch des Muschelkalks prägten ein gänzlich anderes Landschaftsbild. Anstelle des geschlossenen Waldgebietes tritt ein lebhafter Wechsel von ausgedehnten Feldern und Wiesen mit bewaldeten Talhängen. Das Laubholz dominiert in den Wäldern, vor allem die Stieleiche und die Buche. Je nach standörtlicher Gegebenheit sind aber auch Bergahorn, Esche oder Vogelkirsche sowohl von ökologischer als auch wirtschaftlicher Bedeutung.

Am Rande der "Sickinger Höhe" verläuft die "Kaiserstraße", eine uralte Ost-West-Verbindung, von Napoleon als Heeresstraße von Paris nach Mainz ausgebaut. Nördlich der Kaiserstraße liegt die "Westpfälzische Moorniederung", das dritte große Wuchsgebiet des Forstamts Kaiserslautern.

Die "Westpfälzische Moorniederung" ist durch einen oberflächennahen Grundwasserkörper geprägt, der durch Zuflüsse aus den nördlichen und südlichen Höhen in die Senke und durch Niederschläge gespeist wird. Noch in historisch belegbarer Zeit war das Bruch lückig mit Stieleichen, Kiefern, Birken und Erlen bestockt und nur über wenige Knüppeldämme zugänglich. Forstmeister Velmann schreibt im Jahre 1600: "... das Bruch ist ein lauter versoffen Sumpf".

Vor etwa 200 Jahren begann dann die Entwässerung und Kultivierung der Moorniederung. Die Torf- und Harznutzung war damals ein interessanter Wirtschaftszweig. Wiesenflächen wurden zur Weidenutzung trockengelegt. 

Noch heute ist das Landschaftsbild im Bruch vom lebhaften Wechsel zwischen Weide- und Waldflächen bestimmt. Die Moorniederung ist wegen ihrer ökologischen Bedeutung nahezu gänzlich als Naturschutzgebiet und Flora-Fauna-Habitat (FFH-Gebiet) nach den europäischen Richtlinien ausgewiesen. Das Forstamt Kaiserslautern unternimmt seit einigen Jahren Anstrengungen, dem Bruch einen Teil seines ursprünglichen Charakters zurückzugeben. Dies geschieht durch Umbau von Nadelholzwäldern in Bruchwald mit Stieleiche, Moorbirke und Erle. Hinzu kommen Maßnahmen zur Wiedervernässung von Flächen und Renaturierungen von Bachläufen. Unterstützt wird das Forstamt von den Naturschutzbehörden und der Wasserwirtschaftsbehörde. Finanziert werden die Maßnahmen weitgehend über Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen aus der Eingriffsregelung im Bundesnaturschutzgesetz. Die Eingriffsregelung bestimmt, dass ein Eingriff in Natur und Landschaft (Baugebiet, Straßenbau, Flugplatzausbau u.s.w.) durch Aufwertung der ökologischen Wertigkeit einer Fläche an anderer Stelle ausgeglichen werden kann.