Klima

Unser Klima auf der Erde ist nicht überall gleich. Es wird von vielerlei unterschiedlich ausgeprägten Klimafaktoren bestimmt: Geografische Breite, die Lage zu den Meeren, die Höhenlage, Landschaftsrelief, Bodenbedeckung. Es beeinflusst damit auch Wasserhaushalt, Temperatur, Luft (Kohlendioxidgehalt, Staubpartikel u.s.w.).

Waldökosysteme spielen wegen ihrer Fähigkeit, erhebliche Kohlenstoffmengen zu binden, eine wichtige Rolle im Klimaschutz. Mehr Informationen zu Klima, Ökosystem, Kohlendioxid und zum Wald als Kohlenstoffsenker hier.

 

Temperatur und Niederschlag im Forstamt Idarwald

Der Höhenunterschied zwischen Erbeskopf mit 816,32 m und den Seitentälern der Nahe beträgt mehr als 500 m. Entsprechend der Höhe über NN und der Hangexposition schwankt die Durchschnittstemperatur während der Vegetationszeit zwischen 11 Grad Celsius und 15 Grad Celsius. Ebenso abhängig von der Höhe über NN nimmt der Niederschlag von 1150 mm über den Hochwaldkamm ab auf 650 mm.

 

Wuchsbezirke

Im Bereich des Forstamts befinden sich 8 unterschiedliche "Wuchsbezirke". Das sind ökologische Naturräume, die sich nach folgenden Kriterien unterscheiden: Klima, Ausgangsgestein, Geländelage, Geländeausformung, Höhenstruktur, Vegetation, Landschaftsgeschichte.

  1. Westliche Hunsrück-Hochfläche
  2. Östliche Hunsrück-Hochfläche
  3. Hoch- und Idarwald
  4. Mosel-Hunsrück
  5. Soonwald
  6. Prims-Nahe-Bergland
  7. Simmerner Mulde
  8. Rhein-Hunsrück
 

Geologie

Als südwestlicher Teil des Rheinischen Schiefergebirges gehört der Hunsrück zu den älteren Gebirgen Deutschlands, deren Gesteine überwiegend aus dem Devon* stammen. Die Geologie der Landschaft im Forstamt wird fast ausschließlich vom Devon geprägt.

Die Höhen des Hunsrücks werden größtenteils von den Grundgesteinen Quarzit (Taunusquarzit), Grauwacke und Tonschiefer eingenommen (Schwarzwälder Hochwald, Idarwald, Osburger Hochwald). Auf diesen harten, verwitterungsresistenten Gesteinen sind auf den Höhenrücken sehr flachgründig-steinige Böden entstanden. An den Hängen entwickelten sich aus Quarzit-Hangschutt  (eiszeitliche Solifluktion*) unterschiedlich gründige, generell nährstoffarme und durch Stauwasser beeinflusste Böden (Pseudogleye*). An den Hängen treten devonische Schiefer hervor, die vielfach forstlich leistungsfähige Standorte bilden.

Hohe Niederschläge haben zur Ausbildung von Podsolen* und Übergängen zu Rankern* und Braunerden* geführt. Vor allem am Hangfuß und in den flacheren Lagen werden die Böden durch Decklehm überlagert und bilden mit den Verwitterungsprodukten skelettreiche Braunerden mit mittlerer Nährstoffversorgung.

 

Kleines Geologisches Wörterbuch

DEVON: Das als Devon bezeichnete Erdzeitalter leitet sich von dem Namen der englischen Grafschaft Devon ab. Das Devon begann vor etwa 419,2 Millionen Jahren und endete vor etwa 358,9 Millionen Jahren. Das Klima war weltweit eher warm und trocken, die Temperaturunterschiede zwischen den Polargebieten und den Äquatorregionen geringer als heute. Aufgrund der geringen Inlandeismenge damals lag der Meeresspiegel recht hoch. Die Fische und Kopffüßer entwickelten sich in ungeheurer Vielfalt. Daher wird das Devon auch als „Zeitalter der Fische“ charakterisiert. Im Devon begannen auch Pflanzen das Festland weiträumig zu erobern. Da größere landlebende Pflanzenfresser noch nicht existierten, breiteten sich große Wälder aus. Dank der organischen Ablagerungen entstand unter den besonderen geologischen Bedingungen im damaligen subtropischen Flachmeer der Hunsrückschiefer. Er ist ein wertvolles "Archiv" mit einer außergewöhnlich gut erhaltenen und vielfältigen fossilen Pflanzen- und Tierwelt. Damit gehört der Hunsrückschiefer weltweit zu den bedeutendsten Fossilfundstellen; dazu weitere Literaturhinweise: Der Hunsrückschiefer und seine Fossilien.

SOLIFLUKTION bezeichnet das Bodenfließen. Damit ist das langsame hangabwärts gerichtete Fließen oder Kriechen der obersten, lockeren, wasserdurchtränkten Bodenschichten, besonders bei Tauwetter über Frostböden gemeint.

PSEUDOGLEY: Diese Stauwasserböden sind durch einen Wechsel von jahreszeitlich starker Staunässe und relativer Austrocknung geprägt. Pseudogleye sind problematische Bodenstandorte und meist mit Wald bestockt.

PODSOL: Der Podsol entwickelt sich aus nährstoffarmen Gesteinen und ist ein saurer, verarmter Bodentyp in einem feuchtkalten oder feucht-gemäßigten Klima. Er hat ungünstige Bodeneigenschaften: nährstoffarm, stark sauer (PH<5) und stark wasserdurchlässig.

RANKER: Ranker ist ein schwach entwickelter, flachgründiger Boden, der aus kalkarmem Festgestein wie Sandstein, Granit oder Quarz entstanden ist. Der Name leitet sich vom österreichischen Ranker (= Steilhang) ab. Ranker sind in Mitteleuropa typisch für die Hanglagen der Mittelgebirge.

BRAUNERDEN: Die Braunerde kennzeichnet eine homogene Braunfärbung, der geringmächtige Oberboden und die Anreicherung von Feinmaterial im Unterboden. Die Bodenklasse der Braunerde ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Die ökologischen Eigenschaften der Braunerden sind in Abhängigkeit von Ausgangsgestein, Vegetation und klimatischen Bedingungen sehr variabel.

 

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Publikationen zum Klimaschutz

Unter dem Aspekt der globalen Erwärmung spielt Wald eine große Rolle. Publikationen zuWald & Klimaschutz finden Sie hier.