Klimatische Grundlagen:

Die Höhenlage beträgt zwischen 160 m und 510 m über Normal Null, sie liegt im Mittel bei 350 m. Mittlere Jahrestemperatur: 8 Grad Celcius

Jahresniederschläge 750 mm – 1000 mm

In der Vegetationszeit kann mit 50 % des Jahresniederschlages gerechnet werden, so dass die Wasserversorgung der Waldböden insgesamt als sehr gut eingestuft werden kann. Die winterlichen Niederschläge fallen zu einem hohen Prozentsatz als Schnee mit höherem Wassergehalt. Im Jahrzehnt muss mindestens einmal mit Schneebruch gerechnet werden.

Boden

Die ältesten auftretenden Gesteine stammen aus dem Unterdevon. Grauwacken und Tonschiefer, durchzogen mit Quarzitbändern, bilden das überwiegende Ausgangsmaterial für die Bodenbildung.
Der im Tertiär auflebende Vulkanismus sorgte im östlichen Teilbereich für die Überlagerung der devonischen Materialien mit Basaltgestein.
Im Quartär lag der Forstamtsbereich im Periglazialraum. Vor allem in den Hangbereichen lagerten sich schluffige, bereits entkalkte äolische Sedimente ab. Die Bodenbildungsprozesse wurden in erster Linie von der Mächtigkeit dieser Ablagerung bestimmt, die von wenigen cm bis über einen Meter reicht.
Infolge wiederholten Gefrierens und Auftauens während der Eiszeiten wurde die Verwitterungsdecke der devonischen Gesteine bei Hanglage in Bewegung gesetzt und mehr oder minder stark mit der äolischen Decklehmauflage vermengt (Solifluktionsdecken).
Im Bereich der devonischen Ausgangsmaterialien haben sich überwiegend flach- bis mittelgründige schwach nährstoffversorgte Braunerden herausgebildet. Der Feinsubstanzanteil steigt mit dem Schieferanteil und der Staublehmbeimischung.
Dort, wo die Verwitterungsprodukte der Devonschichten nicht abgetragen wurden, haben sich Decklehme entwickelt, die durch äolische Sedimentation und Solifluktion während der Eiszeiten mit ortsfremdem Staublehm vermengt worden sind. Die Gründigkeit dieser Böden wird durch die Geländebeschaffenheit und den Anteil des Staublehmes beeinflusst. In den Plateaulagen kommt es auf großer Fläche zu Bodenverdichtungen (Standortsgrundformen VIII und IX). Als Bodentypen finden sich auf diesem Ausgangsmaterial alle Übergänge von der reinen Braunerde bis zum Pseudogley. Die Nährstoffversorgung dieser Böden ist ebenfalls schwach (oligotroph). Durch die Staublehmbeimischung werden jedoch die boden-physikalischen Eigenschaften (z.B. Wasserspeicherkapazität) verbessert.
Mittel bis sehr gut mit Nährstoffen versorgte Böden finden sich nur im Bereich der Flußauen und der basaltüberlagerten Standorte. Das Verwitterungsprodukt des Basaltes ist hier der schluffige Lehm. Je nach Geländeausformung reichen die Bodentypen vom Ranker bis zur tiefgründigen Braunerde, Auch in diesen Böden sind eiszeitliche Staublehme mit unterschiedlichen Anteilen vertreten, die sich hier jedoch negativ auf die Nährstoffversorgung auswirken.