Klimakrise im Wald: Junge Menschen entwickeln Ideen gegen den Klimawandel

Bitburg. „Eine Heisszeit droht“, so lautet eine der Kernaussagen der vom Forstamt Bitburg organisierten Ausstellung „Klimakrise im Wald“, die im Februar 2020 in den Räumen der Kreissparkasse Bitburg gezeigt wurde. Trockenheit führt dazu, dass Bäume verdursten, bei Stürmen verlieren sie ihren Halt. „Diese Entwicklung sehen wir mit großer Sorge“ so Jürgen Weis, Leiter des Forstamtes Bitburg. Allein mit forstlichen Maßnahmen lassen sich die Auswirkungen einer Klimakrise nicht mehr eingrenzen. „Die enorme Dynamik der klimabedingten Veränderungen bedroht den Lebensraum Wald mit seinen vielfältigen Wirkungen und Leistungen für die Gesellschaft“, so Weis.
Die Ursachen des Klimawandels müssen noch stärker bewusst gemacht und in gemeinsamen Aktionen möglichst regional wie überregional bekämpft werden. Martin Lotze, bei Landesforsten zuständig für Waldinformation und Umweltbildung ist sich sicher: „Gerade die jungen Menschen werden die Auswirkungen der Klimakrise deutlich spüren. Viele haben die aktuellen Probleme erkannt, wollen Lösungen finden und darüber sprechen“. Deshalb hatte das Forstamt Bitburg bevorzugt SchülerInnen und Auszubildende zum Besuch der Ausstellung eingeladen. Den Teilnehmenden wurde die Bedrohung der Wälder verdeutlicht. „Ich wusste nicht, dass auch unser Wald so stark vom Klimawandel betroffen ist“, so die bestürzte Aussage einer Auszubildenden. Das Tempo der Temperaturveränderungen überfordert schon heute viele Ökosysteme der Erde. Waldbrände in Australien, Hochwasser in Asien, Dürre in Afrika, schmelzende Gletscher auf Grönland, all dies sind Folgen des Klimawandels. „Und dieser ist nach Ansicht der überwiegenden Zahl aller Klimawissenschaftler vom Menschen verursacht“, so Lotze. Der Anstieg der Klimagase Kohlendioxid und Methan verstärkt den Treibhauseffekt und führt weltweit zu einer rasch ansteigenden Erwärmung. In Rheinland-Pfalz ist die Jahresdurchschnittstemperatur bisher schon um 1,6° gestiegen, das liegt über dem Klimaziel von Paris.
„Im Prinzip wissen wir alle, was wir tun müssen“ so die Aussage eines Schülers, „aber es ist nicht einfach, das eigene Leben zu verändern“. Vorschläge zum Klimaschutz, die jede/r Einzelne umsetzen kann, wurden dann von allen gemeinsam erarbeitet. „Regionale und saisonale Ernährung, weniger Fleisch essen, Kleidungskonsum einschränken, weniger im Internet bestellen, öfters das Fahrrad nutzen, weniger Verpackungsmüll verursachen“, so lauten einige der selbst erarbeiteten Vorschläge. Auch der Blick auf den eigenen ökologischen Fußabdruck war eine spannende, vielfach neue Erkenntnis für die Teilnehmenden.
„Das große Interesse der jungen Menschen lässt hoffen, dass der ein oder andere Impuls zu einem zukünftig klimabewussterem Verhalten auch umgesetzt wird“, lautet das Fazit der Organisatoren.

Informationen über Wiederbewaldung von Schadflächen

Durch die trockenen Sommer 2018 und 2019 sind zahlreiche Freiflächen im Wald entstanden. Damit die wichtigen Leistungen des Waldes auch in Zukunft sichergestellt werden können, müssen diese Flächen unverzüglich wiederbewaldet werden.

Dieser Grundsatz gilt für alle Waldbesitzarten, also für Staatswald, Kommunalwald und Privatwald.

Privatwaldbesitzer können sich hier über folgende Themen informieren:

- allgemeine Informationen

- Standortansprüche wichtiger Baumarten

- Pflanzverfahren

- Grenzabstände