Das Jagdergebnis eines Winters

Forstwärter Kunz (Vater von Revf. Arthur Kunz -Mörschied) auf Forsthaus Neuhof, Oldbg. Oberförsterei Birkenfeld
"Das Jagdergebnis eines Winters"

Die Entlohnung der Förster erfolgte früher nicht nur durch harte Thaler, sondern auch durch Bereitsellung von Wohnung, Stallungen und Dienstland, auf dem sie Landwirtschaft betreiben mussten, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Das "Kleine Jägerrecht" - Innereien, geringwertiges Wildbret und Trophäen - standen dem Schützen zu und landeten auf dem Teller oder im Futternapf des Jagdhundes. Ein echtes Zubrot bildete dabei das "Rauchwerk", die Pelze insbesondere von Mardern und Füchsen, die in Fallen gefangen wurden. Gute Winterbälge hatten damals einen nicht unwerheblichen Wert. Die erkennbare Zufriedenheit des Kollegen Kunz ist nachvollziehbar. Das Foto dürfte zwischen 1920 und 1930 aufgenommen sein.

 

1895

"Die Forstbetriebsbeamten der beiden Birkenfeld-Oldenburgischen Oberförstereien Birkenfeld u. Oberstein (in Herrstein) - anläßlich des 50-jähr. Dienstjubiläums des Oberförsters u. Forstrates C.F.Pauly - Herrstein zum 1.VII.1895"

Bereits damals wurden Bilder manipuliert: Die beiden etwas unproportioniert wirkenden Herren in der letzten Reihe wurden wohl mit geschickten Fingern und spitzer Schere in das Foto eingefügt. Alle tragen Ausgehuniform und zum Teil prunkvolle Hirschfänger.